Chronik | Burgenland
19.10.2018

Billig tanken“: Partnertankstellen des Landes sind gefragt

Maximal vier Cent pro Liter verdienen die Betreiber. Weitere Tankstellen sind geplant.

Wer sein Auto volltankt, kann angesichts der gestiegenen Spritpreise schon ins Schwitzen geraten. „Eine faire Preisgestaltung“– so lautet die Vorgabe des Landes für Tankstellenbetreiber, die Partner des Landes sind. Elf „ Landespartnertankstellen“ gibt es im Land, die Nachfrage steigt.

Zwischen 30 und 35 Millionen Liter Treibstoff wurde im Vorjahr bei den Landespartnertankstellen verkauft, sagt Landesbaudirektor Wolfgang Heckenast. Zum Vergleich: Zwischen 2012 und 2014 waren es etwa 25 Millionen Liter pro Jahr.

Allerdings mussten in Mattersburg und Oberwart zwei Tankstellen, die sich auf dem Gelände der Straßenmeisterei befanden, schließen. Der Grund: Die Frequenz sei aufgrund der eingeschränkten Öffnungszeiten zurückgegangen.

Geringer Aufschlag

Bei der Park-&-Drive-Anlage beim Kreisverkehr von Steinberg-Dörfl (Bez. Oberpullendorf) soll jedenfalls eine weitere Landespartnertankstelle entstehen. „Die Verhandlungen laufen“, sagt Heckenast.

Sechs Landespartnertankstellen betreibt die Firma Barisits im Burgenland. Sämtliche Spritsorten können rund um die Uhr getankt werden. Der Betreiber hat auch schon weitere Standorte ins Auge gefasst. „Wir haben relativ gute Erfahrungen gemacht“, sagt Geschäftsführer Norbert Barisits. Vier Cent dürfe der maximale Aufschlag auf den Einkaufspreis bei den Partnertankstellen des Landes betragen, sagt Barisits. „In der Praxis ist der Aufschlag meist geringer und liegt zwischen eineinhalb und zwei Cent.“

2011 musste das Land wegen einer Klage der Wirtschaftskammer die Landestankstellen schließen. Danach wurden einige der Tankstellen an die landeseigene BELIG (Beteiligungs- und Liegenschafts GmbH) verkauft, diese verpachtet sie teilweise an Unternehmer.

145 Tankstellen gibt es laut Bernhard Dillhof, Geschäftsführer der Sparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer, im Burgenland. Mit den Partnertankstellen habe er „kein Problem“. „Es kann sich ja jeder Landespartner nennen, Förderungen vom Land gibt es ja nicht.“