Was uns im Sommer ins Kino treibt

Die besten Sommer-Blockbuster und kleinen Filmperlen für heiße Tage. Popcorn und Cola kaufen und rein in das klimatisierte Kino ihres Vertrauens.

Der Blockbuster des Sommers hat seinen Start schon am 13. Juli. Das Ende der Harry Potter-Saga wird viele Fans des Zauberlehrlings in die Kinos treiben. Es gibt aber auch noch andere sehenswerte Filme, die man sich in den dunklen und kühlen Sälen der Lichtspielhäuser zu Gemüte führen kann:

Auf welche Filme wir uns diesen Sommer noch freuen können ... Los geht's in Pink. Und zwar mit "Brautalarm". Der Cast ist überwiegend weiblich und relativ unbekannt. Die Schauspieler treiben einen daher nicht in den Film und auch das Hochzeitsthema in Komödien scheint spätestens nach "Bridewars" mit Kate Hudson und Anne Hathaway zu oft aufgewärmt.

Allerdings ist Erfolgsproduzent Judd Apatow ("Beim ersten Mal", "Superbad") für "Brautalarm" verantwortlich und das Drehbuch soll genial geschrieben sein - obwohl es in der Sommerkomödie eigentlich nur um absurde Situationen geht, die Freundinnen rund um Hochzeitsvorbereitungen erleben. In den USA war der Film ein großer Überraschungshit. Ein weiblicher "Hangover" wird uns versprochen.
Ab 22. Juli Im Zuge des grassierenden Fortsetzungswahns im Filmbusiness wurde auch "Cars" mit einem zweiten Teil bedacht. "Cars 2" macht einen auf Agenten-Thriller, dabei fährt Lightning McQueen auch London und Tokio ab.

Die amerikanschen Film-Kritiker haben unterschiedliche Meinungen zum Pixar-Werk. Die einen schwärmen,  der 3-D Animationsstreifen sei "unerwartet entzückend", einige andere sprechen jedoch von einem einfallslosen Skript und einem langweiligen und herzlosen Film. Wir müssen uns wohl selbst ein Bild von "Cars 2" machen. 
Ab 28. Juli Nach langen Verzögerungen und Nachdrehs ist es nun soweit. Die DC-Comic-Verfilmung "Green Lantern" startet bei uns. Starbesetzt ist die grüne Action mit Ryan Reynolds in der Hauptrolle und das Hottie Hollywoods Blake Lively als Love Interest des leuchtenden Helden. 

200 Millionen Dollar hat der Film gekostet. In den USA, wo das Abenteuer um Testpilot Hal Jordan am 3. Juli anlief, spielte "Green Lantern" bis jetzt nur 100 Millionen wieder ein. In Europa müssen also noch so einige in die Kinos pilgern, um den Film von Warner Bros. in die schwarzen Zahlen zu bringen.
Ab 28. Juli In den 80ern sorgten die Geschichten der Schlümpfe 256 Episoden lang für Unterhaltung im TV. Nun hat sie Bösewicht Gargamel (Hank Azaria) von ihrer Zeichentrickwelt in unsere befördert. Schlumpfine, Papa Schlumpf und Co landen daher animiert mitten im Central Park von New York. 

Neil Patrick Harris bekommt in dem 3D-Klamauk "Die Schlümpfe" seine erste große Kinorolle. Davor machte er Barney Stinson aus "How I Met Your Mother" zur Kultfigur. Erhoffen sollte man sich vom Mix aus Real- und Animationsfilm sicherheitshalber nicht zuviel. Ein weises Kommentar zum Schlumpf-Trailer auf youtube lautet: "I liked Scooby Doo as a kid, hated the movie. I liked Alvin & the Chipmunks as a kid, hated the movie. I liked Garfield as a kid, hated the movie. I liked Yogi Bear as a kid, hated the movie. I liked The Smurfs as a kid..."
Ab 5. August Für positive Überraschung wird dagegen mit ziemlicher Sicherheit "Super 8" im August sorgen. Regisseur-Jungtalent J.J. Abrams ("Lost", "Mission: Impossible III") ist erpicht darauf, nicht zuviel über den Plot seines jüngsten Babys zu verraten. 

Die US-Zuseher waren begeistert von dem Film, den Steven Spielberg produzierte. Das Jugend-Abenteuer ist modern und pfiffig gemacht, soll aber dennoch ganz bewusst an Spielbergs Science-Fiction Klassiker erinnern. Das Must-See des Sommers.
Ab 5. August Von dem 1968 erschienen Film "Planet der Affen" gibt es bislang schon drei weitere Teile zur Vorgeschichte. Dem nicht genug, geht nun noch ein Prequel an den Start. Der noch eher unbekannte Regisseur Rupert Wyatt will mit "Planet der Affen: Prevolution" den Weg von Christopher Nolans "Batman Begins" einschlagen. Eine Art Neuanfang, wie Wyatt selbst sagt. Als menschlicher Held agiert der nicht undedingt Popcorn-Kino-Erprobte, aber für seine Filme ("127 Hours") hochgelobte James Franco. 
Ab 11. August Die Bücher wie "Hummeldumm" oder "Vollidiot" von Tommy Jaud sind wirklich witzig. Und auch die Filmadaption seines ersten Romans "Vollidiot" mit Oliver Pocher in der Hauptrolle war ganz passabel. Jetzt wird sein zweites Buch "Resturlaub" verfilmt. Zumindest das Szenenbild ist schon ganz amüsant und alle Nichturlauber und Männer in der Midlife-Crisis wird der Film ebenfalls freuen.
Ab 12. August Mit einem neuen Steve Carell geht es heiter weiter. Nach tollen Komödien wie "Jungfrau (40), männlich, sucht... " und  "Little Miss Sunshine " schwächelte er aber mit dem lauen Hollywood-Filmchen "Date Night" und dem unlustigen "Dinner for Schmucks". In "Crazy Stupid Love" muss sich Carell unfreiwillig an sein neues Single-Leben gewöhnen und kann damit ziemlich sicher auch wieder an seine alten, klasse Filme anschließen. Auch vielversprechend ist der Rest des Casts mit Julianne Moore, Ryan Gosling und Marisa Tomei. 
Ab 18. August Den fulminanten Bildern nach zu schließen, wird "Captain America - The First Avenger" seinem Feind an der Kinokassa, "Green Lantern", das Fürchten lehren. Die Marvel-Comic-Verfilmung spielt in den 40er-Jahren. In fettige Sepia-Töne wurde die Geschichte um den Supersoldaten, der durch ein Experiment entsteht, eingefärbt, was sich visuell äußerst gut macht. Und auch der Schmäh kommt bei dem Captain, der sich mit Nazis raufen muss, nicht zu kurz - im Gegensatz zu der Liebe, Gott sei Dank.
Ab 19. August In den USA konnte Woody Allen mit seinem neuesten Film sein bestes Einspielergebnis seit 25 Jahren einfahren. "Midnight in Paris" spielt - eh klar - in Paris in den Zwanzigerjahren. 

Hauptdarstellerin ist Oscarpreisträgerin Marion Cotillard ("La vie en rose", "Inception"). Gerüchten aus der Pariser Filmbranche nach, soll ursprünglich Carla Bruni für die Hauptrolle vorgesehen gewesen sein. Nun ist sie aber nur in einer Nebenrolle zu sehen. Desweiteren gehören Owen Wilson, Rachel McAdams (Bild) und Adrien Brody zum Cast. Eine Freude für alle Woody Allen- und Paris-Fans.
Ab 19. August Es kann nur legendär werden, wenn sich Indiana Jones und James Bond auf ein Packl haun. Das trashige Comic "Cowboys und Aliens" wurde verfilmt und zwar mit keinen Geringeren als Harrison Ford und Daniel Craig in den Hauptrollen. 

Der Inhalt: Ein Raumschiff landet 1873 in Wilden Westen. Der skurille Kampf zwischen Aliens und Cowboy kann somit beginnen. "Iron Man"-Regisseur Jon Favreau machte sich wieder an einem Comic zu schaffen. Der Science-Fiction-meets-Western-Trash hat das Potenzial zum Superhit a lá Iron Man.
Ab 29. August Auch einen Österreichbeitrag gibt's zum Kinosommer 2011. In "Am Ende des Tages" ist Simon Schwarz der ambitionierte Politiker Robert, der sich mit seiner Frau (Anna Unterberger) zu einem Kurzurlaub nach Tirol aufmacht. 

Doch sein Jugendfreund (Nicholas Ofzarek) kommt dazwischen. Und damit ein gemeinsames Geheimis, das Robert mitsamt seiner Simmeringer Jugend verdrängt hat.
Ab 26. August Ja, wir wissen, der September gehört eigentlich nicht mehr offiziell zum Sommer, doch "Die drei Musketiere" und ein paar andere Filme, die am Anfgang des sich hoffentlich einstellenden Altweibersommers starten, wollen noch erwähnt werden. 

Die Neuauflage von "Die drei Musketiere" mit Logan Lerman als D'Artagnan, Luke Evans, Matthew MacFadyen und Ray Stevenson als die drei Musketiere, Christoph Waltz als Kardinal Richelieu, Orlando Bloom als Herzog von Buckingham und Milla Jovovich als Lady de Winter verspricht viel, viel Action und noch mehr Action - in 3-D versteht sich.
Ab 1. September Pechschwarz ist der Humor in "Kill the Boss"  und der wurde von US-Kritikern in höchsten Tönen gelobt. Plot: Drei Freunde beschließen gleich mehrere Mordkomplotte - und zwar gegen ihre Chefs. Sie wollen sich nicht mehr länger von ihren Vorgesetzten demütigen oder sexuell belästigen lassen und versuchen ihre Bosse aus dem Weg zu schaffen.

Die Unsympathler sind Jennifer Aniston - eine psychotische Zahnärztin, die Charlie Day an die Wäsche will - Kevin Spacey - ein arrogantes, narzisstisches Arschloch (für diese Rolle musste er angeblich nicht wirklich schauspielern), der Jason Bateman keine Beförderung gönnt - und Colin Farrell, ein seltsamer Typ, der keine dicken Angestellten mag und Jason Sudeikis das Leben schwer macht.
Ab 1. September "Michael" der Erstlingsfilm von Österreicher Markus Schleinzer war ein Überraschungskandidat im Wettbewerb in Cannes und bekam dort viel Lob. Michael (Michael Fuith), ein unauffälliger Durchschnittstyp hat ein schreckliches Geheimnis: In seinem Keller hält er einen 10-jährigen Buben (David Rauchenberger) gefangen.
Ab 2. September Einer geht noch: Luc Besson ("Leon - der Profi", "Das fünfte Element") will uns wieder mit Hochglanz-Action unterhalten. Er produzierte "Columbiana" und schrieb das Drehbuch. Regie führte Olivier Megaton, der auch "Transporter 3" nach einer Vorlage des französischen Action-Spezialisten inszenierte. Gewohnt Besson-Hochstiliert ist auch dieser Film, von den Kampfszenen kann man sich einiges an Kreativität erhoffen.

Als unbesiegbare Rächerin agiert Zoe Saldana, deren Eltern vor ihren Augen ermordet wurden. Jetzt will Cataleya Restrepo (Salanda) Vergeltung. Garantierte Sinnfreiheit verpackt in schöne, künstliche Bilder. Der Werbeslogan "Rache ist wunderschön" wirkt allerdings sexistisch. Kann eine Heldin nicht einmal nur knallharte Kämpferin sein, ohne dabei fast halbnackt rumzulaufen?
Ab 16. September
(KURIER.at) Erstellt am
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