Was machen die Stars der 80er-Jahre heute?

Einst waren sie dick im Geschäft. Aber nur wenige Film- und Serienstars der 80er sind heute noch so präsent wie etwa Charlie Sheen...

Gerne erinnert man sich heute an die 80er, doch was ist aus den Stars und großen Namen dieser Zeit geworden?

Zum Durchklicken... Heather Locklear

In den 80ern sah man die süße Blondine zunächst bei "T.J. Hooker" neben William Shatner, danach als Sammy Jo beim "Denver-Clan". In den 90ern verhalf sie der Serie "Melrose Place" als Amanda Woodward zu großem Erfolg. Nach der Jahrtausendwende spielte sie neben Michael J. Fox in der Sitcom "Chaos City". Heute tritt Locklear nur noch sporadisch im Fernsehen auf, zum Beispiel in "Hannah Montana" und 2010 auch noch in mehreren Folgen von "Melrose Place". Unglaublich, aber wahr: Im September feiert sie ihren 50. Geburtstag. Bill Cosby

"The Cos" fing in den 60ern als Stand-Up-Komiker an, und stieg sehr bald in seiner Karriere ins Film- und TV-Geschäft ein, wo er sich als Schauspieler, Schreiber und Produzent betätigte. "The Bill Cosby Show" (1984-1992), wurde zu einer der erfolgreichsten Sitcoms in der Geschichte des US-Fernsehens. Heute tourt der mittlerweile 74-jährige mit seinen Stand-Up-Shows durch die USA und Kanada, und tritt zwischendurch immer wieder mal bei Jay Leno in der "Tonight Show" auf. Chevy Chase

Der ewige "Funny Man" Chevy Chase ist vor allem durch seine Rolle als Clark Griswold in Familienkomödien wie "Hilfe, die Amis kommen" bekannt geworden, sowie durch Filme wie "Drei Amigos!" und "Fletch - Der Troublemaker". Heute spielt Chase einen alternden Millionär auf Selbstfindungstrip in der Comedy-Serie "Community", die bislang nicht im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Auch im Kino hat der 68-jährige immer wieder kleine Rollen, wie zuletzt in der Komödie "Hot Tub Time Machine". Dan Aykroyd

Der kanadische Schauspieler kann Kultfilme wie "Ghostbusters" und "Blues Brothers" in seiner Filmographie verzeichnen. Mit Eddie Murphy drehte er "Die Glücksritter", mit Chevy Chase trat er in "Spione wie wir" auf. 1990 wurde er als bester Nebendarsteller in "Miss Daisy und ihr Chauffeur" für einen Oscar nominiert. Neben seiner schauspielerischen Tätigkeit tat sich Aykroyd in seiner Karriere vor allem als Drehbuchschreiber hervor. Zusammen mit Geisterjäger-Kollege und Regisseur Harold Ramis schrieb er das Drehbuch zum 2009 erschienenen Ghostbusters-Videospiel. Heute tritt der 59-jährige nur noch sehr spärlich in Filmen und TV-Serien auf. Aykroyd will seit vielen Jahren einen dritten Ghostbusters-Film machen. Rick Moranis

Ebenfalls bekannt aus den zwei „Ghostbusters“-Filmen, sowie "Spaceballs" und "Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft", war Rick Moranis ein bekanntes Gesicht in den 80ern. 1991 verstarb seine Frau an Krebs, und 1997 kehrte er der Filmindustrie endgültig den Rücken, um sich als alleinerziehender Vater um seine 2 Kinder zu kümmern. Nach eigenen Angaben vermisst er Hollywood nicht. Judge Reinhold

Der ewige Nebendarsteller ist vor allem durch seine Rolle als Billy Rosewood in den "Beverly Hills Cop"-Filmen bekannt geworden. Auch heute noch spielt Reinhold hin und wieder kleinere Rollen in Filmen wie "Santa Clause 3 - Eine frostige Bescherung". Brigitte Nielsen

Die 1,84 Meter große Dänin fing als Model an, und landete ihre erste Rolle 1985 als "Red Sonja" an der Seite von Arnold Schwarzenegger. Nach ihrem Auftritt in "Rocky IV" heiratete sie den Star des Films, Sylvester Stallone. Auch als Sängerin versuchte sich Nielsen - Unter anderem brachte sie 1987 mit Falco die mäßig erfolgreiche Single "Body Next to Body" heraus. Doch bereits in den 90ern begann ihr Stern wieder zu sinken… Heute fällt die 48-jährige vor allem durch Auftritte in Reality Shows auf. 2008 ließ sie mehrere Schönheitsoperationen über sich ergehen – deren Ergebnisse vom deutschen Sender RTL ausgiebig gezeigt wurden. Darryl Hannah

Die 1,78 Meter große Blondine war einst eine große Nummer, als Filme noch so schöne deutsche Verleihtitel bekamen wie "Splash – Eine Jungfrau am Haken" (1984). Weiters war sie in großen Hollywood-Produktionen wie "Blade Runner" (1982), "Wall Street" (1987) und "Roxeanne" (1987) Seit mehreren Jahren läuft es nicht mehr so gut für Miss Hannah. Selbst ihre Rolle als hinterlistige Auftragskillerin in Quentin Tarantinos genialem Rache-Epos "Kill Bill (Vol.1 und Vol. 2)" konnte ihre Karriere nicht aus der Versenkung holen. Im Dezember hat sie ihren 50er gefeiert und kann nur hoffen, dass tatsächlich ein dritter Teil von "Kill Bill" gedreht wird. Tarantino hat schon vor geraumer Zeit angekündigt, dass in "Vol.3" Hannahs Figur eine zentrale Rolle spielen würde.
Doch vorerst machte Hannah nur mit einem Sitzstreik gegen eine geplante kanadisch-amerikanische Ölleitung auf sich aufmerksam. Am Dienstag wurde sie vor dem Weißen Haus festgenommen. David Rasche

"Vertrauen Sie mir – ich weiß, was ich tue!"  David Rasche wurde als schießwütiger Cop Sledge Hammer in der gleichnamigen TV-Serie bekannt. Aber "Susi" (so hieß seine Wumme) hat er längst an den Nagel gehängt. In letzter Zeit tritt der 67-jährige ab und zu noch in TV-Sendungen wie "Bored to Death" (2011) auf. Seinen lakonischen Humor konnte er im Kino zuletzt in dem Coen-Brüder-Film "Burn After Reading" (2008) ausspielen. Don Johnson

Als Sonny Crockett machte er einst in der Erfolgsserie "Miami Vice" als cooler Cop in Pastell-Sakkos und Mokassins ohne Socken der Unterwelt zu schaffen. 1996 bis 2001 war Don Johnson  in "Nash Bridges" erneut ein Bulle. Im Kinomarkt konnte er nie wirklich Fuß fassen. 61 Jahre hat der einstige Schönling heute auf dem Buckel, und es ist ruhiger um ihn geworden. 2010 trat er immerhin in Robert Rodriguez' "Machete" auf. Philip Michael Thomas

Crocketts Partner in "Miami Vice", Ricardo Tubbs, ist dagegen aus den Augen der Öffentlichkeit so gut wie verschwunden. In den 90ern war Philip Michael Thomas in einer Reihe von TV-Filmen an der Seite von Bud Spencer einer von "Zwei Supertypen in Miami". Danach kam fast nichts mehr. Jennifer Grey

Bald nach ihrem Auftritt in "Dirty Dancing" an der Seite von Patrick Swayze verabschiedete sich Jennifer Grey vom Kinogeschäft und spielte in mehreren TV-Filmen mit. Schuld daran dürfte auch ihre Nasenoperation im Jahr 1990 sein, nachdem man sie kaum wiedererkannte. 2010 gewann sie die 11. Staffel  der US-Show "Dancing with the Stars", ansonsten hat sich die mittlerweile 51-jährige praktisch komplett aus dem Geschäft zurückgezogen. Dafür soll "Dirty Dancing" als Remake bald ein Kino-Revival bekommen. Larry Hagman

Hagman ist noch heute vor allem durch sein dreckiges Grinsen als Oberfiesling J.R. Ewing aus der Serie "Dallas" bekannt. 2011 durfte Hagman Dank Richard Lugner am Opernball erscheinen, und für 2012 ist eine Neuauflage von "Dallas" angesetzt, bei der Hagman wieder mit von der Partie ist. Linda Evans

Für 209 Folgen "Denver Clan" stand Linda Evans als Krystle Carrington vor der Kamera. Drei TV-Filme später… …zog sich Evans 1997 mit 55 Jahren komplett aus dem Schauspielgeschäft zurück. Heute ist sie Eigentümerin von mehreren "Linda Evans Fitness Center". Lee Majors

In den 80ern war er "Der sechs Millionen Dollar Mann" und vor allem "Ein Colt für alle Fälle", wo er im Pick-Up mit Kumpel Howie durch die Staaten pflügte. Die Kultserien machten Lee Majors berühmt. Mit 72 hat sich Majors immer noch nicht komplett aus dem TV-Geschäft zurückgezogen, und legt vereinzelt Gastauftritte hin, wie zuletzt in William Shatners Sitcom "$#*! My Dad Says" Michael Biehn

In den 80ern rockte Biehn in den James Cameron-Filmen "Aliens – Die Rückkehr",  "Abyss – Abgrund des Todes" und vor allem "Terminator", wo er als Kyle nur knapp vor dem legendären Showdown mit dem T-800 das Zeitliche segnete. Heute sieht man Biehn nur noch selten in Filmen. 2007 durfte er in Robert Rodriguez‘ "Planet Terror" vor der Kamera wieder cool sein. Der texanische Regisseur ermutigte Biehn, seinen eigenen B-Film zu realisieren. "The Victim", in dem Biehn Regie, Drehbuch und Hauptrolle übernahm, ist auf Genrefilm-Festivals wohlwollend aufgenommen worden, und soll noch 2011 erscheinen. Ralph Macchio

Als "Karate Kid" wurde er 1984 zum Vorbild für eine ganze Generation von US-Kids. Seine Rolle in "Die Outsider" sowie zwei "Karate Kid"-Fortsetzungen erhöhten zusätzlich seinen Wiedererkennungswert. Nach 11 Folgen in der Telenovela "Alles Betty!" (2008-2009) fand sich Macchio letztlich in "Dancing with the Stars" (2011) wieder. Vielleicht liegen Kampfkunst und Tanzkunst doch nicht so weit auseinander. Steve Guttenberg

In der 80ern kannte man "Nice Guy" Guttenberg aus den "Police Academy"-Filmen, und durch "Noch drei Männer, noch ein Baby", der 1987 in den USA zum erfolgreichsten Film des Jahres wurde. 1990 erschien "Drei Männer und eine kleine Lady". Heute hat Guttenberg nur noch Auftritte in sehr kleinen, billigen Filmen. Doch für 2012 ist ein Comeback mit "Drei Männer und eine Braut" geplant, für den auch Filmpartner Tom Selleck zurückkehren soll. Und nun zum ... ... berühmtesten Schnauzbart der Fernsehgeschichte: Tom Selleck

Er wurde als Privatdetektiv "Magnum" eine TV-Ikone der 80er. Mit seinem roten Ferrari, seinen bunten Hemden und ultrakurzen Hosen machte er die Insel Hawaii unsicher. Im Kino war er zum Beispiel "Quigley, der Australier", der in Wahrheit Amerikaner war. Selleck ist heute noch sehr aktiv im TV-Geschäft, und hat nie wirklich Pause gemacht. Nach der Serie "Las Vegas" tritt er jetzt in "Blue Bloods" auf. Corey Feldman

1971 geboren, wurde er mit "Die Goonies", "Stand by Me" und "The Lost Boys" zum Kinderstar der 80er. Feldman hat vor wenigen Jahren zwei misslungene Fortsetzungen zu "The Lost Boys" abgedreht, und hat neben einer erfolglosen Musikkarriere und Auftritten in B-Filmen nicht viel vorzuweisen. Emilio Estevez

Martin Sheens Sohn sah man in den 80ern im Drama "Die Outsider", im Teenager-Film "Der Frühstücksclub" und im Western "Young Guns", in dem auch Kiefer Sutherland sein Bruder Charlie Sheen mitspielen. In den 90ern trat er in drei "Mighty Ducks" Filmen auf, seitdem sieht man ihn kaum noch. Estevez meinte dazu in einem Interview von 2010, dass er von Natur aus schüchtern sei und zudem glücklich, nicht mehr im Rampenlicht zu stehen. Das kann wohl Bruder Charlie nicht von sich behaupten, der auch heute noch für Schlagzeilen sorgt. Bei "Bobby", einem Film über das Kennedy-Attentat, war Estevez 2006 für Drehbuch und Regie verantwortlich.
(KURIER.at) Erstellt am
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