Viel Zaster: Die teuersten Kino-Filme

"Fluch der Karibik 4" kostete 250 Millionen Dollar. Nicht wenig für gute zwei Stunden Unterhaltung. Es gibt aber auch noch teurere Filme.

Der vierte Teil der "Fluch der Karibik"-Saga kostete stolze 250 Millionen Dollar, und dabei wurde wohlgemerkt schon kräftig gespart. Denn Disney war nicht bereit ganz so viel Geld locker zu machen wie beim dritten Piraten-Blockbuster. Der zählt mit zu den teuersten Filmen, die je gedreht wurden. 

Hier sind die teuersten Filme aller Zeiten (inklusive einiger Überraschungen) … Starten wir bei Platz 20, auch wenn eine korrekte Liste oft schwer zu erstellen ist. Die Studios versuchen, ihr Budget aus verschiedenen Gründen klein zu mogeln und die Buchhaltung von Hollywood-Produktionen ist noch dazu sehr undurchsichtig. Auch können die Produktionskosten durch die Kino- und DVD-Auswertung noch steigen, wenn zum Beispiel Drehbuchautoren und andere Mitarbeiter am Profit beteiligt sind. Die hier angeführten Zahlen sind die offiziell genannten Kosten der Filmstudios. Die Liste ist nicht inflationsbereinigt.

Platz 20 belegen gleich einige Filme, deren Produktions-Budget 180 Millionen Dollar betrug. Der Animationsfilm "Wall-E" (2008) zählt dazu. So wie auch die aufwändigen Kinder-Filme "Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia" (2005) und … … "Der goldene Kompass", der  2007 ebenso 180 Millionen Budget verschlang. Meist machen sich die hohen Ausgaben aber bezahlt. ... Denn: Platz 18 teilen sich zwei an der Kinokasse erfolgreiche Actionhelden: 185 Millionen hat die Batman-Verfilmung "The Dark Knight"" 2008 gekostet, spielte aber mehr als 1 Milliarde Dollar ein. ... "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" stammt ebenfalls aus dem Jahr 2008 und kostete ebenso 185 Millionen Dollar. Gleich sieben Blockbuster sind je 200 Millionen Dollar  teuer und belegen ex aequo Platz 11. "Toy Story 3" brauchte die hohe Summe für die aufwändigen Animationen und die Gagen der Stars, die Woody und Co sprechen. Dazu gehören gutbezahlte Schauspieler wie Tom Hanks (Woody), Tim Allen (Buzz Lightyear) oder Michael Keaton (Ken). "Terminator Salvation" ist der vierte Teil der Terminator-Reihe. Bei 200 Millionen an Produktionskosten (Werbe- und Marketingkosten sind hier wohlgemerkt nicht eingerechnet) spielte der von Kritikern verrissene letzte Terminator nur 371 Millionen ein. Wahrscheinlich lag's an "Sperminator" Arnie, der hier nicht mit von der Partie war. Der einzige Bond in der Hitliste: "Ein Quantum Trost" kostete mit Daniel Craig in der Hauptrolle 200 Millionen. Hier haben sich die Ausgaben bezahlt gemacht. Die immerhin schon 22ste Ausgabe von 007 spielte 586 Millionen Dollar ein. Noch mehr spülte "Spider-Man 2" bei 200 Millionen Budget in die Kassen. Nämlich 783 Millionen. Laut dem Branchen-Portal Box Office Mojo verbleiben durchschnittlich 55 Prozent der Einnahmen bei den Studios. Schon im Jahr 1997 gab man für "Titanic" 200 Millionen aus. Das James Cameron-Werk war der erste Film, dessen Budget die 200 Millionen-Marke erreichte. Inflationsbereinigt ist der mit elf Oscars ausgezeichnete Film der drittteuerste aller Zeiten. Der Katastrophenfilm "2012" von Roland Emmerich kostete ebenfalls 200 Mille. Am meisten Zaster ging für die Special Effects drauf. Im Sequel von "Transformers" waren vor allem die Maschinen-Autos richtig teuer. Steven Spielberg gab als Produzent viel Geld für das Action-Spektakel aus. Bei 200 Millionen Produktionskosten spielte "Transformers - Die Rache" 836 Millionen ein. Platz 10 belegt Peter Jacksons "King Kong" mit 207 Millionen Produktionskosten. Platz 9: Offiziell hat "Superman Returns" 209 Millionen gekostet, obwohl es immer wieder Unstimmigkeiten wegen der Höhe des Budgets gab. Einige Medien glauben zu wissen, dass der Superman aus dem Jahr 2006 mehr gekostet hat, nämlich bis zu 270 Millionen. Auf jeden Fall blieb die Fortsetzung mit dem Jungspund und mäßig talentierten Brandon Routh hinter den Erwartungen. "Superman Returns" spielte nicht einmal 400 Millionen ein. Im Jahr 2006 kostete "X-Men - Der letzte Widerstand" 210 Millionen. Platz 8. Die Plätze 7 und 6 gehen zu gleichen Teilen an "Fluch der Karibik 2" und … … dem zweiten Teil der Narnia-Chroniken "Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian & Die Reise auf der Morgenröte". Beide hatten ein Budget von 225 Millionen Dollar. "Narnia 2" soll angeblich dann noch mit 175 Millionen beworben worden sein, spielte aber nur 420 Millionen ein. "Avatar" hatte offiziell ein Budget von 237 Millionen Dollar und belegt damit Platz 5. Die Produktionskosten scheinen geradezu läppisch, wenn man sie dem Einspielergebnis von sagenhaften 2,7 Milliarden gegenüberstellt. Medien berichteten zwar von Gesamtausgaben von 500 Millionen Dollar, wovon 150 Millionen allein die Promotion ausgemacht hätte. Doch selbst in diesem Fall wäre "Avatar" noch ein Mörder-Geschäft für das Filmstudio Fox. In der Wikipedia-Liste der teuersten Filme, die Grundlage dieser Aufzählung ist, ist der aktuelle "Fluch der Karibik"-Teil noch nicht berücksichtigt. Mit einem Budget von 250 Millionen  ist "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten" aber genauso teuer wie  … … der auf Platz vier stehende sechste Potter "Harry Potter und der Halbblutprinz". Zum Budget des letzten in zwei Teile gesplitteten "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" gibt es noch keine offiziellen Zahlen. Er wird aber wohl auch in den Top-Ten der teuersten Filme aller Zeiten landen. Von einem ebenfalls 250 Millionen betragenden Budget wird gemunkelt. Platz 3 belegt Spidy. "Spider-Man 3" kostete 258 Millionen. Allerdings gibt es Gerüchte, er hätte über 300 Millionen verschlungen, die Studios würden sich aber davor scheuen, solch hohe Summen zu nennen. Die große Überraschung in der Liste der teuersten Filme ist wohl Platz 2. Der geht an "Rapunzel – neu verföhnt". Disney hat 260 Millionen für den Animations-Hit ausgegeben, das dann aber fast 600 Millionen wieder einspielte und sich wohl auch sehr gut als DVD verkaufen wird. Rekordhalter in Sachen Produktionskosten eines Kino-Filmes ist der dritte Teil von "Fluch der Karibik". Ganze 300 Millionen hat "Am Ende der Welt" gekostet und ist somit der teuerste Film. Geschlagen geben muss er sich … ... inflationsbereinigt  nur "Cleopatra" aus dem Jahr 1963. Damals kostete das epische Werk mit Liz Taylor in der Hauptrolle 44 Millionen, heute wären das umgerechnet an die 320 Millionen Dollar. Die teuersten Produktion von mehreren Film-Teilen fand in Russland statt. Unglaubliche 700 Millionen hat die vierteilige Verfilmung von Tolstojs Roman "Krieg und Frieden" inflationsbereinigt gekostet. Sieben Jahre lang dauerte die Realisierung des Monsterprojekts. Zwischen 1965 und 1967 wurden die vier Teile dann gezeigt. "Krieg und Frieden"  ist damit die teuerste mehrteilige Filmproduktion aller Zeiten. Die "Herr der Ringe"-Trilogie sieht da im Vergleich geradezu "günstig" aus. 260 kosteten alle drei Teile (2001-2003), allerdings ist diese Zahl nicht inflationsbereinigt. 

Was die Liste letztlich zeigt ist, dass die teuersten Werke nicht unbedingt auch die besten sein müssen.

Auf der Filmseite ImDb werden zum Beispiel "Die Verurteilten" und "Der Pate" als die besten Filme aller Zeiten gelistet. "Die Verurteilten" kostete gerade einmal 25 Millionen Dollar, der "Godfather" gar nur 6 Millionen ....

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(kurier) Erstellt am
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