Neues Madonna-Video: Nur für Erwachsene

Youtube hat bei Madonnas Video zu "Girl Gone Wild" eine Schranke eingezogen: Man muss sich als mindestens 18 deklarieren.

Madonna wird am 16. August als Madonna Louise Veronica Ciccone in Bay City im US-Bundesstaat Michigan geboren.
Laut "Guiness-Buch der Rekorde", Ausgabe 2010, ist sie die Sängerin mit den meisten verkauften Musikalben, davon mehr als 75 Millionen in den USA und mehr als 125 Millionen außerhalb. Ihr künstlerisches Schaffen beschränkt sich nicht nur auf die Musik: Neben zehn Grammys erhielt sie auch zwei Golden Globes. Außerdem schrieb sie einige Kinderbücher (Die englischen Rosen, 2003) und wurde 2008 in die Rock`n`Roll Hall of Fame aufgenommen.
KURIER.at zeigt eine Chronologie ihrer Karriere. 1981 erhält sie ihren ersten Plattenvertrag und veröffentlicht die Single "Everybody". Zwei Jahre später erscheint ihr Debütalbum "Madonna" (Bild). Mit "Like a Virgin" schafft sie 1984 ihren Durchbruch. Weltweit verkauft sich das Album bis heute mehr als 19 Millionen Mal. Die Singleauskoppelungen "Like a Virgin", "Material Girl" und "Into the Groove" sind Popklassiker. 1983 feierte sie in "A Certain Sacrifice" ihr Filmdebüt, 1985 folgte "Vision Quest", wo sie als Sängerin in einem Club auftrat. Im selben Jahr bekommt sie ihre erste große Hauptrolle. In "Susan-verzweifelt gesucht" spielt sie an der Seite von Rosanna Arquette (bekannt aus "Pulp Fiction"). 1985 heiratet sie Schauspieler Sean Penn in Los Angeles, die Ehe wird 1989 geschieden. Erst 1987 hat sie ihren ersten Auftritt in Deutschland - dafür gleich vor 60.000 Zuschauern im Frankfurter Waldstadion. Im gleichen Jahr erscheint das Remixalbum: "You can Dance". 1988: Debüt am Broadway mit dem Theaterstück "Speed the Plow", 1989 veröffentlicht sie ihr Album "Like a Prayer", das sich über 13 Millionen Mal verkaufte. Bereits 1990 folgte "Vogue". 1991 erhält sie sogar den Oscar in der Kategorie Best Original Song, mit dem Lied "Sooner or Later" aus dem Soundtrack zu "Dick Tracy". In dem Film mit Hauptdarsteller Warren Beatty, mit dem sie auch eine kurze Beziehung hatte, spielt sie eine kleine Nebenrolle. "In Bed with Madonna": Der Dokumentarfilm von Madonna, der während ihrer Blond Ambition World Tour gedreht wurde, erscheint 1991. Ebenfalls 1991 spielt sie in Woody Allens Film "Schatten und Nebel" mit. 1992 erschien das bereits 5. Studioalbum "Erotica" (Bild), "Bedtime Stories" folgte 1994.
1996 spielt sie die Hauptrolle in dem Alan-Parker-Musical "Evita" und wird dafür mit den Golden Globe ausgezeichnet. Am 14. Oktober 1996 bringt sie ihre Tochter Lourdes zur Welt. Im Bild ist Madonna mit ihrer Tochter im Jahr 2008 zu sehen. 1998 erscheint das Album "Ray of Light". Gemeinsam mit "Vogue" wird dieses Album von Kritikern gemeinhin als das beste betrachtet. Zwei Jahre später folgt "Music". 2000: Geburt ihres Sohnes Rokko und Heirat mit Guy Ritchie, von dem sie 2008 geschieden wird. Im Jahr 2002 hat Madonna in "James Bond: Stirb an einem anderen Tag" einen kurzen Auftritt und singt das Titellied zum Film. 2002 spielt Madonna die Hauptrolle im Film ihres damaligen Mannes Guy Ritchie. "Swept Away" wird von den Kritikern verrissen. 2005 erscheint ihr Album "Confessions on a Dancefloor". 2006 löst ihre Adoption eines Jungen aus Malawi kontroverse Diskussionen aus. Im Bild aus dem Jahr 2007 ist Madonna mit ihrer Tocher Lourdes und ihrem Adovptivkind zu sehen.

2008 gibt Madonna ihr Regiedebüt. In "Filth and Wisdom" spielt Eugene Hütz, bekannt von Gogol Bordello, den ukrainischen Immigranten A.K. Das Bild zeigt Hütz, Madonna und Holly Weston bei der 58. Berlinale. 2008 erscheint das Album "Hard Candy". 2009 adoptiert Madonna ein weiteres Kind aus Malawi. W.E. heißt der zweite Film, in dem Madonna Regie führt. Er handelt von der Liebe zwischen dem englischen Thronfolger Edward VIII und der bürgerlichen Wallis Simpson. Das Bild zeigt Madonna mit der Hauptdarstellerin des Films Andrea Riseborough. 
2012: Madonnas aktuelles Album kann die Kritiker nicht überzeugen. Es ist ihr 11. Studioalbum. Hauptsächlich männliche nackte Tatsachen sind in "Girl Gone Wild" zu sehen.

Da mag man tausendmal die "Queen of Pop" sein, gegen die Sittenwächter von Youtube ist Madonna machtlos - wobei Altersbeschränkungen dem Interesse selten abträglich sind.

Madonnas neues Video ist in der Filmchensammlung im Internet nur für Erwachsene zu sehen. Wenn man auf "Girl Gone Wild" klickt, muss man sein Geburtsdatum eingeben. Wer sich als 17 oder jünger zu erkennen gibt, bekommt einen Hinweis, dass "die Youtube-Community" das Video als "möglicherweise für manche Nutzer unangemessen" gemeldet habe. In nicht ganz korrektem Deutsch heißt es: "Es tut uns leid, aber du musst mindestens 18 Jahre alt sein, um dieses Video oder diese Gruppe anzeigen zu können."

In dem Video ist in der Tat jede Menge nackte Haut zu sehen - allerdings nicht wie üblich von Frauen. Stattdessen tanzen lauter Armani-Models in Strumpfhosen um die 53-Jährige herum. Einmal ist ein nackter Po zu sehen, aber ansonsten beschränkt sich Madonna auf sorgfältig enthaarte Männerbrüste und kräftige Muskeln im Schattenspiel. Ein wenig scheint sie da bei Lady Gaga abgeguckt zu haben. Madonnas neue CD "MDNA" ist seit Freitag in den Läden.

(APA/dpa / kob) Erstellt am
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