Freakiger mit Lady Gaga: Die Fans in Wien

Viele Besucher in der Stadthalle nahmen das Lady Gaga-Konzert zum Anlass, sich herauszuputzen: Im Gaga-Stil oder einfach freakig.

Am Donnerstag hieß es "Gaga  - Ulalaahaa" in der Wiener Stadthalle. Rechtzeitig zum Faschingsbeginn am 11.11. nutzten auch viele Fans die Gelegenheit, sich gaga-mäßig zu inszenieren ... ... und manche Verkleidung kam dem Original (siehe Bild) auch relativ nahe. KURIER.at hat die Auftritte der Wiener Fans unter die Lupe genommen. ... Der Eingangsbereich zur Wiener Stadthalle wurde einfach zum Laufsteg uminterpretiert, ... Zum Gesamterlebnis Lady Gaga gehört wohl auch, dass sich die Konzertgäste als Star für einen Abend fühlen können, ... Ganz nach dem Motto des Gaga-Albums "Fame" (Ruhm). Ulli (22) und Marleen (21) nutzten die Gelegenheit, um sich aufwändig zu stylen. Ulli (links) "Wir stehen auf Bodypainting, deshalb sind wir angemalt. Aber es passt auch gut zu Lady Gaga. Außerdem ist die Show sicher geil! Die Musik ist O.K., aber wir sind eher wegen der Show da." Marleen (rechts): "Wir sind schon auch deswegen verkleidet, weil Faschingsbeginn ist, aber es hat gut gepasst wegen Lady Gaga."
Ulli: "Wir tun halt gerne Bodypainten. Wir freuen uns, wenn wir das mal ausleben können. Das geht eh nicht so oft ..." Lady Gaga scheint auch sehr junge Fans anzusprechen. Sophie, die bald neun wird, findet die US-Sängerin "einfach lustig". Als Vorbild sieht Sophie die Gaga zwar nicht, aber: "Ich mag ihre Musik! Es ist das erste Konzert, in das ich gehe."
Ihre Begleitperson meint lachend: "Es gibt heute keine Altersbeschränkung. Ich hab' extra angerufen. Also darf die Sophie rein." Diese Eltern haben ein ganz anderes Problem. Sie sind auf zwei Karten sitzengeblieben, weil die Freundinnen ihrer Tochter wegen eines Fünfers in der Schule nicht aufs Konzert durften. Daher mussten sie die überzähligen Tickets loswerden - was überraschenderweise gar nicht so leicht war ... Auch wenn das Konzert schon lange ausverkauft war: Vor der Stadthalle waren kaum Kartensuchende anzutreffen. Auch internationales Flair herrschte bei der Gaga-Show. Für Rheena (rechts) war es das erste Lady Gaga-Konzert: "Ich bin von Singapur hergekommen". Ob sie sich gerne verkleidet? "Ich mach es für Lady Gaga und für mich selbst. Ich will einfach schauen, was heute Abend noch so alles auf mich zukommt. Ich heiße im Nachnamen Ying-Ying, nicht Ga-Ga," scherzt sie. Von nicht ganz so weit her sind diese beiden Ladys angereist, aber doch "extra aus Kärnten. Wir sind vor zwei Stunden angekommen und waren noch was trinken", sagt Anja (rechts). ... "Einige Leute haben uns schon verwundert angeschaut", sagt Anja weiters. Ihre Freundin (links): "Vor allem haben uns viele Leute fotografiert." Anja: "... und sie haben viele Kommentare abgegeben." Ronald aus Wien hat weder an den Faschingsbeginn gedacht noch besondere Erwartungen an das Konzert. "Aber ich bin sicher zufrieden. Vor allem überzeugt mich die Message, ... ... dass Lady Gaga die Leute dazu bewegen möchte, freakiger zu sein." Freilich liefen nicht alle mit extravaganten Kostümen herum, ... So haben Sonja (22), Olympia (22), Angela (23), die bereits seit drei Monaten Karten haben, eher dezente Style-Accessoires dabei. Angela (rechts) meint: "Wir haben nur unsere Mascherl. Außerdem schauen wir nicht so gut aus wie Lady Gaga, das ist das Problem."
So bescheiden sich die Girls zeigen, umso genauer haben sie sich im Vorfeld über die Gaga informiert. Angela: "Ich hoffe auf eine großartige Show. Hoffentlich singt sie live. Ich finde ihre Lieder auf CD ja besser als die Live-Mitschnitte auf YouTube. Aber vielleicht beweist sie ja heute das Gegenteil." Während man hier auch skeptische Töne heraushört, meint Olympia (Mitte): "Ich find' sie cool! Ihre Lieder sind einfach geil. Die hören wir auch privat, nicht nur beim Fortgehen." Sonja (links): "Mir gefällt eigentlich jedes Lied von ihr." Auch wenn nicht jedem jedes Lied an diesem Abend gefallen haben sollte, Spaß hatten sicher alle.

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(KURIER.at / Peter Temel, Raphael Ott) Erstellt am
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