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12/05/2011

Das war "Die große Chance"

Derbe Worte, zwei gestreckte Mittelfinger und eine Handvoll echter Talente. Das war "Die große Chance" am Freitagabend. Mit Abstimmung.

Bei "Die große Chance" ging es am Freitag in die dritte Runde und um weitere vier Tickets für das Halbfinale. Wer noch immer nicht weiß um was es bei der Show geht, dem erklärte Andi Knoll bereits zu Beginn der Show: "Welche österreichischen Talente sind lustig genug, spannend genug und überzeugend genug um ins Halbfinale aufzusteigen?" Wirklich gut sein muss man also nicht. Das ist wiederum gut zu wissen.

Der erste Kandidat war dann auch gleich ein Kumpel von Primaballerina Karina Sarkissova. Zum 1990er-Jahre Eurodance-Trash "I like to move it" wurde gesteppt, hingefallen und in die Tasten gehauen. Fazit: Drei Minus und ein Plus - das war's für den steppenden Klavierspieler.

Weiter ging es mit "Conchita Wurst". Eine Frau mit Bart oder ein Mann in Highheels. Egal. Auf jeden Fall ein Hingucker. Singen konnte sie auch noch. Es ist also kein Wunder, dass die Primaballerina heulte, Sido es gut fand und sie von allen vier Jurymitgliedern ein Plus bekam. Gänzlich unbekannt war die Dame mit Bart aber nicht, immerhin konnte sie schon bei der dritten Staffel von Starmania unter ihrem richtigen Namen Thomas "Tom" Neuwirth punkten und wurde Zweite(r).

Ein Gospel-Chor, der schon vor dem Papst sang, ein Zauberer dem "Gott sehr viele Dinge geschenkt hat" oder vielleicht auch nur eine Rose und ein Klebeband, eine Jugendtanzgruppe und ein Sänger später, wurden die "lustigsten" Kandidaten in der Kurzzusammenfassung gezeigt.

Weiter ging es mit einer Tuchakrobatik-Nummer, einem unsagbar schlechtem Sänger, einer bedeutend besseren jungen Band und einem vom Schicksal geplagten Mann, der in der Panflöte einen neuen Lebenssinn gefunden hat und damit Falcos "Jeanny" vertonte. Tränen inklusive.

"Volltrottel" vs. "Hausmeister"

Einige Talente später, darunter echte Talente wie die elfjährige Nina Gartler, die mit ihrer Stimme für Gänsehaut sorgte, kam dann das, auf was die 805.000 Zuseher am Freitag knapp 90 Minuten warteten: Michael Jeannée betrat mit seinem Wirt und Motorenimitator Martin Zimmerman die Bühne. Das Publikum war gelangweilt, die halbe Jury knickte vor dem Krone-Kolumnisten ein und die rüpelhafte Diskussion zwischen Sido und Jeannée begann. Zu hören gab es derbe Worte und zu sehen die gestreckten Mittelfinger der Verschmähten. Dass auch Kinder die Sendung sehen, hatte man wohl vollkommen vergessen. Showtechnisch war das wohl der große Höhepunkt.

Vier Kandidaten in der nächsten Runde

Talenttechnisch allerdings nicht. Der 14-Jährige Marcel konnte Jury und Publikum überzeugen und kam verdient in die nächste Runde. Neben ihm dürfen auch Jonas Witt mit seiner Ringnummer, Conchita Wurst und die Band Nihils noch einmal auf die Bühne.

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