Dagobert Duck ist reicher als Mr. Burns

Wer das herausgefunden hat? Das Forbes-Magazin. Die Wirschaftszeitschrift hat die reichsten fiktionalen Figuren 2011 ermittelt.

Ja, es stimmt: Die Reichen werden reicher, sogar die fiktionalen Reichen. Das Forbes Magazin hat, wie auch schon in den Jahren zuvor,  eine Liste der vermögendsten nicht realen Personen wie Filmfiguren, Buchprotagonisten oder Comichelden erstellt. Das Ranking des eigentlich seriösen Wirschaftsmagazins ist nicht ganz ernst zu nehmen. Es kann also durchaus darüber diskutiert werden, ob nun Batman oder Iron Man mehr Zaster gebunkert haben.

Eines vorweg: Der Erstplatzierte des Vorjahres wurde auf Platz zwei verdrängt, doch der Reihe nach: … Der falsche Dude macht den Anfang. Jefferey Lebowski hat den gleichen Namen wie der Dude (Jeff Bridges), was im Film "The Big Lebowski" zu Verwechslungen führt. Der Rollstuhlfahrer und Korea-Veteran (links) soll laut Forbes durch Stiftungen eine Milliarde Dollar schwer sein. Gordon Gekko ist wieder da, im Kino als auch im Ranking. Gekko setzt mit dem Geld seiner Tochter auf alternative Energie und fettet sein Konto zusätzlich mit seinen Büchern und Vorträgen auf. 1,1 Milliarden hat der "Börsen-Spieler" aus "Wall Street - Geld schläft nicht", glaubt Forbes. 

Die Listen-Macher haben die fiktionalen Biografien als Informationsquelle herangezogen und mit den realen Tendenzen der Weltwirtschaft verglichen. Jung, reich und schön ist dieser junge Herr. Chuck Bass ist der Buch- und TV-Serie "Gossip Girl" entsprungen. Er residiert mit seiner Familie im Plaza Hotel in New York und ist Erbe von Bass Industries, einem gigantischen Immobilienunternehmen. Ebenso wie Gekko, soll auch der fesche aber böse Bass 1,1 Milliarden Dollar sein Eigen nennen und rangiert damit auf Platz 13. Er bleibt seinem Platz treu: Der alte "Simpsons"-Haudegen C. Montgomery Burns ist im Atom-Energiesektor tätig und das noch immer äußerst erfolgreich. Wie im Vorjahr belegt er Platz 12 des Rankings. Sie ist neu in der Reichen-Liste: Jo Bennett aus der Comedy-Serie "The Office". Die Chefin einer Papier-Fabrik soll 1,2 Milliarden locker haben. Im fiktionalen Forbes-Interview meint sie über ihren Reichtum: "You get there by working hard or marrying rich, and I did both." Bennett ist die einzige Frau im Ranking.

Im Vorjahr war Lucille Bluth aus Arrested Development die einzige Frau in der Liste gewesen. Ihr Immobilien-Unternehmen ist aber in Nöte geraten, jetzt ist Bennett die reichste fiktionale weibliche Figur. Auch er ist ein Neuling: Arthur Bach ist die zehntreichste nicht reale Figur. Was ihn so reich macht: Der Bursche hat mächtig viel geerbt, 1,8 Milliarden Dollar.

1981 hat schon Dudley Moore den reichen Erben gespielt, jetzt gibt es ein Remake, in dem Russel Brand in Moores vergoldete Fußstapfen tritt. Mr. Monopoly ist - eh klar - im Immobiliengeschäft tätig und auf Platz 9. Mit 2,8 Milliarden Dollar ist der Herr ein äußerst wohlhabender Zylinderhut-Träger. Sehr viel mehr Kohle hat aber Bruce Wayne, der Fledermausliebhaber, angesammelt. Vor allem durch das Erbe seiner Eltern zählt Batman zu den reichsten fiktionalen Figuren. Mit gleich 7 Milliarden belegt er Platz 8. Wahrscheinlich die ungewöhnlichste Figur in der Liste: Der Drache "Smaug"  ist aus J. R. R. Tolkiens Roman "The Hobbit" bekannt, der gerade verfilmt wird. Er hat Gold, Silber und Juwelen im Wert von 8,6 Milliarden angehäuft. Tony Stark, dem Iron Man, gehört Stark Industries, eine Firma die Technologien für die militärische Verteidigung erzeugt. Das Genie hat selbst seinen Engineering-Master im zarten Alter von 19 gemacht. Der Lebemann kann sich mit 9,4 Millarden Vermögen lange vergnügen. Aus "The Beverly Hillbillies" stammt Jed Clampett. Die Ölfirma Clampett Oil läuft besser als je zuvor, vor allem auch weil der Ölpreis im letzten Jahr um 30 Prozent angestiegen ist. Er nennt 9,5 Milliarden sein Eigen und ist damit auf Platz 5. Richie Rich ist ein alter Hase im Ranking. Im Vorjahr war er noch am Stockerl auf Platz 3, heuer muss er sich mit 9,7 Milliarden Dollar mit Platz 4 zufrieden geben. Den Rang streitig machte Richie Rich ebenfalls ein "Rich-Kid", nämlich Artemis Fowl II. Die Buchfigur hat bereits mit 10 Jahren das Erbe seiner irischen Gangster-Familie im Wert von 13,5 Milliarden Dollar übernommen.

Der böse Zauberlehrling ist auch ein Technik-Genie, unter anderem boomt seine Social-Network-Seite Facebook, die er unter den Pseudonym "Mark Zuckerberg" betreibt. Der Vorjahressieger Carlisle Cullen aus "Twilight" findet sich heuer "nur" auf Platz 2 wieder. Der fesche 370-jährige Vampir hat in seiner langen Lebenszeit 36,2 Milliarden angespart. Neben hohen Zinserträgen durch jahrelange Spareinlagen hat er zusätzlich erfogreich in Wal-Mart und Google investiert. Onkel Dagobert ist die Nummer 1 der Liste. Durch den gestiegenen Goldpreis schwimmt der Enterich in Goldmünzen, die an die 44,1 Milliarden Dollar wert sind. Und zum Drüberstreuen hat der vorbildliche Geizhals auch noch Perlen und andere Juwelen gebunkert.
(KURIER.at) Erstellt am
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