Auch das noch: Kim Kardashian singt

Die umtriebige Paris-Hilton-Kopie will ein Musik-Album aufnehmen. Hochkarätige Unterstützung hat sie bereits.

Kim Kardashian ist vieles: Reality-Star, Model, Schauspielerin und Unternehmerin. Die Publicity, die ihr durch ständig um sie herumschweifende Paparazzihorden zuteil wird, könnte zurzeit nicht größer sein.

Bei diesem einschlägigen It-Girl-Lebenslauf  ist klar, dass sich Frau Kardashian früher oder später auch als Sängerin versucht. Nun ist es (leider) soweit. Der Hans-Dampf-in-allen-Gassen will ein Musik-Album aufnehmen und war bereits mit dem Hit-Produzenten The Dream im Studio. Der Produzent und Songschreiber mit dem eigenwilligen Namen hat schon Chartstürmer wie "Umbrella" für Rihanna oder Beyoncés "Single Ladies" geschrieben. Ein Ohrenzeuge der Probe meinte laut TMZ, dass Kim eine richtig gute Stimme hat. Das ist ja schon mal was für eine angehende Sängerin: Hätten wir uns nicht gedacht, dass eine gute Stimme für eine Gesangskarriere heute noch vonnöten ist ...

Der Ex-Mann der 30-Jährigen dagegen lässt erwartungsgemäß kein gutes Haar an ihr und spöttelte vor kurzer Zeit: "Sie kann nicht singen oder tanzen", sie sei nur besessen davon reich und berühmt zu sein. Mit Letzterem dürfte er wohl offensichtlich recht haben. Die Kardashians (Mutter Kris Jenner, Schwester Kourtney, Kim, Schwester Khloé  v.l.n.r) verkaufen sich nämlich gerne selbst: Ihre Familien-Reality-Show "Keeping up with the Kardashians" wird fortgesetzt, in der Kim und ihre Schwestern sich quotenträchtig gegenseitig die Intimzone enthaaren und bei Streitereien schon mal gegenseitig Hand anlegen. Was tut man nicht alles für hohe Zuschauerzahlen?! Die beiden Schwestern von Kim bekamen sogar ihren eigenen Show-Ableger "Kourtney & Khloé Take Miami", im Jänner folgt "Kourtney & Khloé Take New York". Die Kardashians machen Mode, Parfums, sie modeln, nennen die Boutique-Kette "DASH" ihr Eigen und treten in  Promi-Formaten wie "Dancing with the Stars" auf. Nicht zu vergessen ist Kims selbstgedrehte Porno-Schwarte. Für fünf Millionen Dollar verzichtete sie auf einen Rechtsstreit mit der Firma, die den Schmuddelfilm vermarktet. Ein Porno-Skandälchen dieser Art scheint obligatorisch für jedes angehende It-Girl. Kim ist die Erfolgreichste ihrer publicitygeilen Familie - wahrscheinlich aus dem einfachen und desillusionierenden  Grund, dass sie (dank einig) die Hübscheste der Töchter von Kris Jenner ist. Kris Jenner war mit dem im Jahr 2003 an Krebs verstorbenen Promi-Anwalt Rob Kardashian verheiratet, der einen Großteil seines Vermögens mit der Verteidigung von O.J. Simpson im  Mordprozess von Simpsons Frau machte. 

1990 ließ sich die Kalifornierin vom Star-Anwalt scheiden und heiratete den Olympioniken Bruce Jenner, der in den 70er-Jahren Olympiasieger im Zehnkampf wurde. Heute managt sie die Karrieren ihrer Töchter. Was die Kardashians so interessant macht, dass sie vor allem in den USA regelmäßig die Klatschblätter füllen, ist für viele zunächst ein Rätsel. Doch Kim hat die PR-Strategien ihrer früheren Busenfreundin Paris Hilton anscheinend genau studiert. Vor einigen Jahren (wie hier am Oktoberfest in München 2006 - wo Kim Kardashian übrigens noch etwas anders aussah) war sie neben Paris nur hübsche Freundin, die nicht mit auf Fotos durfte. 

Doch Kardashian weiß mit interessanten Posen bei den Paparazzi zu punkten und lässt die Medien an jeder noch so privaten Situation teilhaben. Sie läuft ihrer ehemaligen Freundin und jetztigen Konkurrentin den Rang ab. Seit Kim in den Medien mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird als Paris giftet die Hilton-Erbin: "Sie kopiert mich!" Da hat Paris wohl ausnahmsweise recht. Ihre Karriere ist der von Hilton nachgeschneidert, Kardashian wehrt sich allerdings gegen den Vorwurf, alles genauso wie Paris Hilton zu machen: ... ... Sie sei nicht so billig wie einige ihrer Vorgängerinnen in der It-Girl-Geschichte, ließ die brünette Paris-Kopie  mit einer Anspielung auf ihre Ex-Freundin verlauten. Naja, edel ist anders, um nicht zu sagen, das genaue Gegenteil. Nachdem auf einer Party in Las Vegas Hiltons gar nicht unerfolgreicher Song "Stars are blind" gespielt wurde, schnappte sich Kardashian laut E!Online ein Mikro und schrie: "Na, dann wollen wir uns jetzt mal richtige Musik anhören!" Nicht gerade die feine englische Art. 

Nicole Richie, Lindsay Lohan und Paris Hilton, fast jedes Starlet hat sich schon mehr oder (meist) weniger erfolgreich als Sängerin versucht. Nun will sich auch Kardashian in dem Metier beweisen. Ob es Kim besser als Hilton und Co macht, bleibt abzuwarten. Einen Hit-Schreiber hat sie ja zumindest schon. Für heutige Popstars wie Britney Spears reichte diese Tatsache um äußerst erfolgreich Musik zu machen. Und sexy räkeln wie die Spears kann sich die Kardashian allemal. Dieses Talent bewies sie schon in ihrem Pornostreifen. Gesangstalent, Rhythmusgefühl, Songwriter-Qualitäten?! Kim will ein Star werden, keine ernstzunehmende Musikerin! Deswegen singt sie ja jetzt auch ...
(KURIER.at) Erstellt am
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