Wissen/Gesundheit

Diese Vorerkrankungen erhöhten das Risiko für schwere COVID-19-Verläufe

Es ist bereits bekannt, dass bestimmte Vorerkrankungen das Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf erhöhen. Jetzt aber haben Wissenschafter aus China und den USA  internationale Datenbanken nach epidemiologischen Studien zu COVID-19 durchsucht, die Informationen zu Vorerkrankungen der Patienten und der Schwere der Erkrankung enthielten. Sie fanden 41 Studien, die ihren Ansprüchen genügten und die Daten von insgesamt 21.060 COVID-19-Patienten beinhalteten.  Damit war es den Forschern möglich, Vorerkrankungen zu identifizieren und zu gewichten, die das Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf erhöhten.

Hier das Ranking der potenziell gefährlichen Vorkrankungen:

  • chronische Nierenerkrankung: 2,97-mal so hohes Risiko
  • COPD: 2,88-mal so hohes Risiko
  • koronare Herzkrankheit: 2,87-mal so hohes Risiko
  • Krebserkrankungen: 2,60-mal so hohes Risiko
  • zerebrovaskuläre Erkrankung: 2,47-mal so hohes Risiko
  • Bluthochdruck: 2,42-mal so hohes Risiko
  • Diabetes: 2,40-mal so hohes Risiko
  • Adipositas: 1,89-mal so hohes Risiko
  • chronische Lebererkrankung: 1,51-mal so hohes Risiko

Auch bei Asthma zeigte sich ein Trend zu einem erhöhten Risiko; dieser war jedoch nicht signifikant. Komplikationen wie akutes Atemnotsyndrom, Schock, und akute Nierenverletzung gingen ebenfalls mit einem erhöhten Risiko einher. Zudem erhöhten das männliche Geschlecht und Rauchen in der Vergangenheit das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.

Patienten mit solchen Erkrankungen sollten daher besonders geschützt werden – beispielsweise durch eine Impfung.

 

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