Volksbank Wien-Baden soll für Ergo-Schäden einspringen

Das ERGO-Logo an einem Gebäude vor einem blauen Himmel.
Der Verein für Konsumenteninformation startet in der Causa Ergo Vergleichsgespräche.

Für jene Anleger, die mit einer Lebensversicherung von Ergo Geld verloren haben, beginnt die spannende Phase: Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) nimmt Ende dieser Woche Vergleichsgespräche mit der Volksbank Wien-Baden auf. Sie ist der "gute Teil" der Pleitebank Volksbanken AG Österreich (ÖVAG), deren Anleihe die Ergo Versicherung als Kapital- und Zinsgarantie für die Lebens-Polizzen nutzte. Die Anleihen aber sind an die Bad Bank der ÖVAG, genannt Immigon, übergegangen. Und diese hat angeboten, die ÖVAG-Anleihe mit einem Abschlag zurückzukaufen. Die insgesamt 14.000 Inhaber von Ergo-Lebensversicherungen bangen daher um viel Geld.

Mehr als 2000 Beschwerden

Mehr als 2000 von ihnen, die insgesamt 30 Millionen Euro in ihre Ergo-Lebensversicherungen einbezahlt haben, haben beim VKI Beschwerde erhoben. Für sie will VKI-Rechtsexperte Peter Kolba den entgangenen Zinsverlust und das volle Kapital einfordern. Und zwar zunächst von der Volksbank Wien-Baden. "Sie soll für die Ansprüche der Versicherten einspringen, falls die Immigon nicht zahlen kann", sagt Kolba zum KURIER. Auch jene Ergo-Kunden, die die Versicherung bereits mit Verlusten zurück gekauft haben, können an dieser Vergleichs-Aktion teilnehmen. Zweiter Ansprechpartner für Ansprüche der Geschädigten ist für Kolba die Ergo-Versicherung. Falls die Vergleichsverhandlungen zu keinem Ergebnis führen, will der VKI eine Sammelklage einbringen.

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