Europäische Netzwerke

Ein Mann hält eine Zeichnung mit Sehenswürdigkeiten wie dem Eiffelturm und der Freiheitsstatue hoch.
BFI Wien begleitet Österreichisch-Ungarisches Projekt zur Integration von SchülerInnen

Am 1. September 2012 startete das Österreichisch-Ungarische Projekt zur Integration benachteiligter SchülerInnen in den Arbeitsmarkt im Rahmen der dualen Ausbildung. Mit 31. August 2014 endet die erfolgreiche Kooperation von BFI Wien und BFI Burgenland mit dem ungarischen Partner, dem Savaria Bildungsinstitut in Szombathely. Gefördert wurde das Projekt durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE); sowie nationale ungarische und öffentliche Mittel.

Chancen für SchulabbrecherInnen steigern

Ab dem Schuljahr 2012/2013 wurde in Ungarn das System der dualen Ausbildung nach deutschem und österreichischem Muster eingeführt. Die Situation im aktuellen Schulsystem der Berufsschulen in Ungarn weist den hohen Prozentsatz von bis zu 30% SchulabbrecherInnen aus. Die Chancen dieser Jugendlichen ohne Schulabschluss am Arbeitsmarkt sind sehr gering.

Gegenseitiges Lernen

Das BFI Wien stellte in diesem grenzüberschreitenden Projekt für benachteiligte SchülerInnen in der dualen Ausbildung das Know-how in Sachen Unterrichtsmethodik zur Verfügung. Zielgruppen waren PädagogInnen (LehrerInnen), Lehrlingsausbildungsbetriebe sowie benachteiligte SchülerInnen, die in die duale Berufsausbildung einbezogen wurden.

In Projektgruppen wurden unter anderem Arbeitspläne und Strategien erarbeitet, zweisprachige Lexikas von Fachbegriffen erstellt und Mentoring-Programme initiiert. Nach dem Prinzip des Gegenseitigen Lernen flossen auch Erfahrungen aus Ungarn in die österreichische Unterrichtstätigkeit ein. Der ungarische Partner, das Savaria Bildungsinstitut aus Szombathely, arbeitete interaktiv mit dem BFI Wien und dem BFI Burgenland, dem weiteren Projektpartner.

Ein Mann hält eine Präsentation vor einem Publikum in einem Konferenzraum.

Zielgerichtete pädagogische Aktivitäen

Die spezifischen Projekte umfassten folgende Aktivitäten:

* Öffentlichkeitsarbeit: Erstellen einer Best-Practice-Broschüre und eines Ideenkatalogs sowie eines zweisprachigen Projektfolders, je 5 Fernsehbeiträge in Österreich und Ungarn, je 5 Radiointerviews in Österreich und Ungarn, je 5 Online-Beiträge in Österreich und Ungarn sowie je 5 Beiträge in Zeitungen in Österreich und Ungarn

*Organisation von je 5 Exkursionen in Österreich und Ungarn

* Erarbeitung einer Strategie und eines Arbeitsplans

* Organisation von 6 Workshops

* Erarbeitung von Kurskonzepten für Pädagoginnen/Pädagogen und Arbeitgeber, die in Ungarn akkreditiert werden

* Erstellung eines zweisprachigen Lexikons von Fachausdrücken

* Durchführung je eines Pilotkurses für Pädagoginnen/Pädagogen und je eines Pilotkurses für Arbeitgeber in Österreich und Ungarn

* Durchführung eines Mentoring-Programms in Ungarn mit Unterstützung österreichischer und ungarischer Expertinnen (Beratung, Supervision)

* Projektevaluierung (Vor-, Zwischen- und Endevaluierung)

Das Logo der Europäischen Union und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.
Das Logo des Programms „Creating the Future“ zur grenzüberschreitenden Kooperation Österreich-Ungarn.

Informationen zum Projekt finden Sie auf der BFI Wien-Homepage: http://www.bfi-wien.at/internationale-projekte/at-hu-isa/

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