Wirtschaft/Karriere

Coca-Cola-CEE-Chefin: Machen internationale Karrieren möglich

KURIER: Sie sind seit 17 Jahren im Unternehmen in diversen Management-Positionen tätig. Was bringt eine so steile Konzern-Karriere mit sich?

Lana Popovic: Ich sehe es als Vorteil, so lange im Unternehmen zu sein. Mich kann kaum noch etwas überraschen, ich kenne das System sehr gut. Durch meine Arbeit in verschiedenen Ländern konnte ich nicht nur eine Vielzahl an ausgezeichneten Mitarbeitern kennenlernen, sondern auch viele Kulturen. An verschiedenen Orten zu leben finde ich spannend, wenn auch oft herausfordernd. Aber es hat mich zu einer offenen Weltbürgerin gemacht.

Hatten Sie am Weg an die Spitze als Frau mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen?

Die Entwicklungen am Arbeitsmarkt und im Bildungssektor machen möglich, dass immer mehr Frauen erfolgreiche Karrierewege gehen können. Es gibt vielleicht Firmen, in denen es Frauen schwerer haben, die Karriereleiter nach oben zu klettern –  Coca Cola gehört nicht dazu

Das Unternehmen ist begehrt bei heimischen Uni-Absolventen. Was bieten Sie den Jungen?

Wir gehören zu den größten Arbeitgebern der Welt, hier zu arbeiten vereint eine internationale Atmosphäre mit nationaler Kultur – wir machen internationale Karrieren möglich.

Vor welche Herausforderungen stellt Sie das Thema Umwelt und Plastik-Verschmutzung?

Ganz klar: Es liegt in unserer Verantwortung, Menschen zu helfen, Plastik wiederzuverwenden. Um das zu meistern, arbeiten wir mit Partnern an einer Weiterentwicklung einer Kreislaufwirtschaft und einer Welt ohne Abfall. Außerdem erhöhen wir den Anteil an rezykliertem Material in unseren Verpackungen auf 50 Prozent.

Zur Person

Lana Popovic ist neue Leiterin der „Business Unit Central and Eastern Europe“. Die Kroatin arbeitet seit 2001 für das Unternehmen,  2011 übernahm sie die Funktion des Operations Director in Griechenland. 2016 wurde Popovic Franchise General Manager für Coca Cola in Polen und den baltischen Ländern. Bereits ein Jahr danach leitete die Absolventin der Wirtschaftsuni Zagreb als Franchise General Manager die neu geformte Nord-Ost-Europa Franchise Unit,  wobei sie für das  Geschäft in acht Ländern verantwortlich war.

Zum Unternehmen

Coca Cola gibt es seit 132 Jahren, nach Österreich kam die Marke 1929: Heinrich Ganahl aus Bludenz schloss den ersten Abfüll- und Vertriebsvertrag ab. Heute werden aus dem Portfolio von The Coca Cola Company täglich rund 1,9 Milliarden Getränke in mehr als 200 Ländern konsumiert. Größte Herausforderung ist für die Firma die Plastik-Verschmutzung. Mit der „World Without Waste“-Strategie will man 2030 jede Flasche, die produziert wird, einsammeln und recyceln.