Stars

Rod Stewart: "Ich halte mich für einen recht guten Liebhaber"

Sein letztes Coverfoto erschien erst im Dezember – nicht auf dem "Rolling Stone", sondern auf dem "Railway Modeller", dem britischen Fachmagazin für Modelleisenbahnbau. Denn: Rod Stewart, das romantischste Reibeisen der Rockgeschichte, hat nach 23 Jahren Kleinarbeit endlich „das größte Spätwerk“ seiner Weltkarriere (150 Millionen verkaufte Platten, 200 Millionen Euro Vermögen) vollendet – eine monumentale Anlage, dem Philadelphia der 1940er detailversessen nachempfunden, auf dem Dachboden seiner Villa in Beverly Hills. „Ich habe dabei auf alles geachtet. In den Straßen liegt Müll und die Fenster der Wolkenkratzer sind dreckig“, verrät er stolz.

Alle Inhalte anzeigen

Heute, Freitag, wird der Londoner Spross eines schottischen Baumeisters 75. Rod wuchs direkt neben Gleisen auf, hätte auf Wunsch des Vaters Profikicker werden sollen, aber just dessen Geburtstagsgeschenk zum 14. – eine Gitarre – stellte die Weichen in Richtung anderer Saiten. Er hörte Bob Dylans Debüt-Album und wusste: „Das Leben als Musiker ist verlockender als das eines Sportlers. Als Musiker darfst du nämlich während der Arbeit saufen.“

Seinen steilen Aufstieg bilanziert Stewart in der Rückblende reichlich offenherzig: „Es ging ums Vögeln und ums Trinken, mehr nicht.“

Neben der erotisierenden Heiserkeit wurde die wilde Stachelfrisur zum Markenzeichen. „Ich bin der einzige Star, den man auch von hinten erkennt ... Als ich jung war, hatten wir keinen Fön, also trocknete ich mir die Mähne selbst mit einem Bügeleisen über dem Handtuch.“

Alle Inhalte anzeigen

Neben all seinen Tophits („Da Ya Think I’m Sexy“, „Sailing“, „Baby Jane“) und Weltrekordgigs (wie 1994 vor dreieinhalb Millionen Fans an der Copacabana von Rio) sammelte Rod auch jede Menge Frauen: „Ich halte mich für einen recht guten Liebhaber. Es gab nie ärgere Beschwerden, aber auch keine Komplimente, um ehrlich zu sein.“ Daraus entsprangen acht Kinder von vier Frauen.

Alle Inhalte anzeigen

Drei hat er geheiratet, die Ehe mit Model Penny Lancaster (38), um deren Hand er (2005) auf dem Eiffelturm anhielt, währt bald 13 Jahre.

Auf Drogen war er nie. „Alles ausprobiert, nichts übertrieben. Ich spiele ja immer noch Fußball, aber ich zertrümmere keine Hotelzimmer mehr.“

Auf die Frage von Piers Morgan in dessen „Tonight-Show“, was auf seinem Grabstein stehen soll, sagte Stewart einst staubtrocken: „Ich bin ein Star, holt mich hier raus.“