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Komikerin Amy Schumer erhielt Cushing-Syndrom-Diagnose

Die US-Schauspielerin Amy Schumer ist eigenen Angaben zufolge am Cushing-Syndrom erkrankt. 

Im Gespräch mit der Journalistin Jessica Yellin gab sie an, "ein paar verrückte Wochen" hinter sich zu haben. "Ich stand gerade vor der Kamera und gleichzeitig verbrachte ich vier Stunden am Stück in einem MRT-Gerät, meine Venen wurden von der Menge des abgenommenen Blutes lahmgelegt und ich dachte, dass ich vielleicht nicht mehr da sein werde, um meinen Sohn aufwachsen zu sehen", so Schumer in Yellins Newsletter "New Not Noise".

Neben den Sorgen habe sie ein weiteres Problem geplagt: Bösartartige Kommentare im Netz über ihr verändertes Aussehen. "Aber ich danke Gott dafür. Denn so habe ich gemerkt, dass etwas nicht stimmt", so Schumer.

Das Cushing-Syndrom kann durch überschießende Produktion von Glukokortikoiden in der Nebenniere oder durch die Gabe von Kortisonpräparaten ausgelöst werden. Auch bei Nebennieren-Tumoren kann es auftreten. Sichtbar und typisch ist vor allem ein aufgeblähtes Gesicht. Es kommt zu einer Veränderung der Fettverteilung am Körper sowie zu Stoffwechselveränderungen.

Schumer hatte kürzlich in einem Posting auf Instagram angeprangert, dass Kommentare über der Körper einer Frau normal scheinen. "Ich genieße das Feedback und die Überlegungen zu meinem Aussehen, wie es alle Frauen seit fast 20 Jahren tun", schrieb sie sarkastisch. "Ich glaube auch, dass eine Frau keine Entschuldigung für ihr körperliches Aussehen braucht und niemandem eine Erklärung schuldet", so die Komikerin, die auch angegeben hatte, "medizinische und hormonelle Probleme" zu haben.

Über Amy Schumer

Als Tochter von Geschäftsleuten - und übrigens auch als Cousine des führenden demokratischen Politikers Chuck Schumer - wuchs sie zunächst in New Yorks Upper East Side auf. Nach einer schweren Erkrankung ihres Vaters zog es die Familie nach Long Island östlich der US-Metropole. Schumer hatte schon früh Spaß daran, Menschen zu unterhalten, galt in der Schule als Klassenclown und studierte Theater.

Den Durchbruch im US-Fernsehen schaffte sie schließlich 2007 in der NBC-Show "Last Comic Standing". Sie erhielt dort erstmals nationale Aufmerksamkeit für ihre Scharfzüngigkeit sowie die Witze und die Leichtigkeit, mit der sie über weiblichen Sex im prüden Amerika sprach - indem sie künstliche Geschlechterrollen ablehnt und umdreht.

"Ich bin stolz darauf, dass ich eine Feministin bin", sagte Schumer in einer ihrer Sketche. Ihre Genres erweiterte Schumer - die immer wieder auch Witze über den Schlankheitswahn und ihre eigene etwas füllige Figur macht - dabei stetig. Während sie mit dem klassischen Bühnenprogramm anfing, spielte sie bald in TV-Sketchen und Serien, verlieh Comic-Figuren ihre Stimme und schrieb mit "Trainwreck" 2015 auch ihren ersten Film, in dem sie die Hauptrolle spielte. Zudem schrieb Schumer bereits 2016 eine Autobiografie, die es ganz nach oben auf die Bestseller-Liste der "New York Times" schaffte.

Und auch als Mutter ihres Sohnes Gene, den sie mit ihrem Mann Chris Fischer 2019 bekam, wird Schumer den Amerikanern und Amerikanerinnen noch viele Einsichten mit auf den Weg geben können. Zum Beispiel, wenn Mobbing von Buben gegenüber Mädchen als Zuneigung ausgelegt wird: "Ich denke, etwas, das man tun kann, wenn man Mutter ist, ist, diese Buben in jungen Jahren zu etwas mehr Nettigkeit zu erziehen. Ich denke wirklich, dass das eine gute Idee ist."