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Ganz nach oben geboxt: Denzel Washington wird 65

Als er 60 wurde, trank er sein „letztes Glas Wein“, weil er „keinen einzigen Tag mehr mit einem Kater verschwenden wollte“. Heute, Samstag, wird Denzel Washington stocknüchterne 65. Seinen seltsamen Vornamen hat er von seinem Vater, einem Prediger in Mount Vernon (New York), geerbt, der seinerseits nach dem Arzt dieses Namens getauft wurde, der ihn zur Welt gebracht hatte. Geerbt hat er auch – spät, aber doch – dessen tiefen, felsenfesten christlichen Glauben. Inklusive: Weniger fett Essen, simpleres Leben, auf Geist, Körper und Seele achten.

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Der erst zweite schwarze Gewinner eines Oscars als bester Hauptdarsteller (nach Sidney Poitier 1964, vor Jamie Foxx 2005 und Forest Whittaker 2007) ist seit 35 Jahren unspektakulär mit Kollegin Pauletta (69) verheiratet, hat mit ihr vier Kinder, wobei das Älteste, John David (35) in seine Fußstapfen trat und ebenfalls zum Film ging.

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Für Denzel schien das Theater einst die gläserne Decke: „Dort habe ich begonnen, außer Poitier und einigen Komikern wie Richard Pryor gab es keine schwarzen Leinwand-Stars – ich habe daher nur an eine Karriere auf der Bühne geglaubt.“ Sein Herz mag den Brettern gehören, aber seinen Ruhm verdankte er dennoch Hollywood. 1988 wurde er erstmals für den Oscar nominiert (als Freiheitskämpfer Steve Biko in „Schrei nach Freiheit“), nur zwei Jahre später gewann er ihn (für die Soldatenrolle im Bürgerkriegsdrama „Glory“) als Nebendarsteller.

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Nominiert war er als bester Hauptdarsteller danach als Bürgerrechtler in „Malcolm X“, als unschuldig inhaftierter Boxer Rubin Carter in „Hurricane“, als versoffener Crash-Pilot in „Flight“, als verbitterter Familienvater in „Fences“ und zuletzt (2018) als idealistischer Strafverteidiger in „Roman J. Israel Esq.“.

Dass Actionszenen zusehends beschwerlich werden, räumte Washington schon 2014 ein. Da stellte er den Thriller „The Equalizer“ vor, in dem ein biederer Baumarkt-Angestellter zum Killer wird. Es habe aber „Spaß gemacht“, neue Kampftechniken zu erlernen, versicherte der Hobby-Boxer, der für die Rolle als „Hurricane“ monatelang im Ring beinhart trainiert – und gelitten – hatte. Dafür gab es immerhin den Golden Globe im Jahr 2000. Und was ist aktuell geplant?

Gerade hat er den Cop-Thriller „The Little Things“ mit Rami Malek (38) abgedreht. 2020 folgt eine Neuverfilmung von Shakespeares „Macbeth“ an. Der Fürst fightet weiter.