Stars/Austropromis

Opernstars wie Valentina Nafornita und Co. über ihre Corona-Erlebnisse

Während viele Sommertheater oder Festspiele heuer pausieren, gibt es doch ein paar Lichtblicke. So finden etwa die „Weinviertler Festspiele“ länderübergreifend in Poysdorf und in Mikulov (Tschechien) statt. Als „Richard Wagner Open Air Festival“ starten sie am 2. August mit einer hochkarätig besetzten Eröffnungsgala als „Zeichen des Wiederbeginns“, wie Intendant Peter Svensson sagt. So soll damit auch die „Corona SängerInnen Nothilfe“ unterstützt werden. „Es möge in dieser akuten Notlage diejenigen auffangen, denen infolge der Corona-Epidemie die Einnahmen total weggebrochen sind“, so Svensson.

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Apropos Corona: Davon hat derzeit wohl gerade jeder etwas zu berichten, so auch die Opernstars der Festspiele, wie etwa Sopranistin Valentina Nafornita. „Zuerst wollte ich immer nach Hause und konnte nicht (die Sopranistin lebt ja in Moldawien). Jetzt hoffe ich, dass mein Flug am 30. Juli nach Wien nicht abgesagt wird.“

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Die Gründe, die von den Behörden als triftig genug für eine verbotene Einreise von einem Land in das andere gesehen wurden, sorgten manchmal auch für Amüsement. Die ungarische Sopranistin Andrea van der Smissen wollte etwa zu ihren Eltern nach Ungarn reisen, da diese sehr krank seien. „Das ist aber nicht wirklich ein Grund“, hieß es beim Grenzübertritt. Sobald sie allerdings erwähnte, dass auch Schafe auf deren Grundstück weideten und sie sich um die Tiere kümmern müsse, ließ man sie durch.

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Eine gängige Anti-Corona-Maßnahme an Grenzübergängen ist die Fiebermessung. In diesen „Genuss“ sollte auch der Bariton Sebastian Holecek kommen, der von Deutschland nach Österreich wollte. „Sind Sie nicht der Sohn vom Komiker?“, wurde er direkt gefragt. Gemeint war damit sein Vater, Heinz Holecek (gest. 2012), der als Allroundkünstler immer wieder mit Parodien auf berühmte Persönlichkeiten brilliert hatte.

Und das wollten die Behörden nun auch von seinem Sohn sehen. „Also habe ich Helmut Lohner (den Ex-Jedermann bei den Salzburger Festspielen) imitiert – und dann auch noch Peter Alexander. Das hat ihnen so gut gefallen, dass sie mir nicht einmal mehr Fieber gemessen haben“, lachte Holecek.

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Eine etwas absurde Szene beobachtete Kammersänger Kurt Rydl in einem Supermarkt am Wolfgangsee. „In die hinterste Ecke haben sich zwei junge Menschen verdrückt und haben sich geküsst, so als ob sie zu Hause wären. Dann haben sie ihre Masken wieder aufgesetzt und sich zum Abschied vorschriftsgemäß die Ellbogen gereicht.“

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Was alle Künstler gemeinsam haben, ist der plötzliche Wegfall von vielen Aufträgen. Mezzosopranistin Szilvia Vörös vertrieb sich deshalb die Zeit mit dem Anpflanzen von Kräutern, wie zum Beispiel Basilikum.