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Sensation in London: Peter Herzog läuft zum Marathon-Rekord

Der österreichische Rekord von Lemawork Ketema hielt gerade einmal eineinhalb Jahre. Der 33-Jährige hatte Anfang April 2019 in Wien mit der Zeit von 2:10:44 Stunden eine neue Bestmarke markiert. Der Rekord wechselt nun den Besitzer.

Denn der Salzburger Peter Herzog unterbot beim London-Marathon am Sonntag die Bestzeit Ketemas gleich um 38 Sekunden. Herzog wurde in einer Zeit von 2:10:06 Stunden Gesamt-Zwölfter und war damit auch der drittbeste Europäer im Feld. Herzog hat wie Ketema seinen Startplatz für die Olympischen Spiele 2021 in Tokio fix.

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Der Bewerb selbst brachte ein unerwartetes Ende. Eliud Kipchoge, der Weltrekordhalter über die 42,195 km, erlitt beim Sieg des Äthiopiers Shuara Kitata am Sonntag die erste Niederlage seit sieben Jahren.

Bei den Frauen gewann die Weltrekordhalterin Brigid Kosgei aus Kenia den London-Marathon zum zweiten Mal in Folge. Sie kam nach 2:18:58 Stunden ins Ziel. Die 26-Jährige setzte sich vor dem Männerrennen gegen die US-Amerikanerin Sara Hall (2:22:01) und die Weltmeisterin Ruth Chepngetich (2:22:05) aus Kenia durch.

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ÖLV-Titel im Halbmarathon

In der Heimat Herzogs wurden indes die ÖLV-Titel im Halbmarathon vergeben. Berglauf-Meister Manuel Innerhofer (LC Oberpinzgau) und Julia Mayer (DSG Wien) haben sich diese im Rahmen des Jedermannlaufs in Salzburg gesichert. Innerhofer steigerte seine Bestzeit auf der schnellen Strecke entlang des Salzachufers um fast zwei Minuten auf 1:05:06 Stunden und gewann im Endspurt gegen Valentin Pfeil (Amateure Steyr). Dritter war Thomas Roach (1:06:20). Favorit Lemawork Ketema wurde wegen Oberschenkelproblemen nur Fünfter.

Mayer gewann nach einem langen Sololauf in persönlicher Bestzeit von 1:16:03 Stunden vor Sandrina Illes (Union St. Pölten/1:18:32) und drehte damit das Ergebnis der jüngsten 10-km-Meisterschaft um. Dritte wurde Anna Pabinger (ALC Wels) in 1:20:41.