Sport/Fußball-WM

WM-Serie, Teil 20: Der lange Schatten der Europameister

Christian Eriksen ist derzeit der beste Fußballer aus Dänemark. Der Spielgestalter, der mit Tottenham die Saison auf Rang drei der englischen Premier League beendet hat, war gerade vier Monate alt beim bisher größten Erfolg des dänischen Fußballs: 1992 wurde die Dänen sensationell Europameister.

Christian gehört zu den zehn besten Spielern der Welt. Und genau das wird er bei der WM auch zeigen“, sagt Teamchef Åge Hareide über den 26-Jährigen. Nach seinen drei Toren beim 5:1 gegen Irland in Dublin schrieben die dänischen Medien von „König Christian“. Der derart Geadelte gilt aber als bodenständig und keineswegs eitel: „Ich bin kein Weltstar, ich bin immer noch Christian aus Middelfart.“

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Seit 26 Jahren werden die dänischen Auswahlen an den EM-Helden gemessen, sie konnten aber kaum an den Erfolg anschließen: Seit 2006 spielte man nur bei einer WM, schied in Südafrika 2010 aber in der Vorrunde aus. Von 2000 bis 2015 war Morten Olsen Teamchef. Auf den 69-jährigen Dänen folgte der 64-jährige Norweger Hareide. Den kennt man auch in Salzburg, weil er 2014 die Bullen in der Qualifikation geschlagen hat und der schwedische Klub Malmö erstmals in die Gruppenphase der Champions League einzog. Das schaffte er auch 2015 und wurde zwei Tage nach dem letzten Gruppenspiel als dänischer Teamchef präsentiert. Er musste dafür nur mit dem Auto über die Øresundbrücke von Malmö nach Kopenhagen fahren.

Die Dänen bereiten sich daheim auf die WM vor. Unter den 27 Spielern im Teamcamp in ist auch Nicklas Bendtner. Noch: Der 30-jährige Trondheim-Stürmer zog sich eine Muskelverletzung zu. Wichtige Spieler sind neben Eriksen auch Kasper Schmeichel, der Tormann von Fuchs-Klub Leicester, Simon Kjær vom FC Sevilla und Yussuf Poulsen von Leipzig.