Leben/Reise

Vulkane voraus: "Heiße" Trekking-Trails auf den Kanarischen Inseln

Glühend heiße Pfade: Auf den Kanarischen Inseln befinden sich einige der „heißesten“ Wege der Welt, die in ihrem Zusammenspiel aus Lava, Palmen, Schluchten und Klippen ein unvergessliches Spektakel bilden und dank geführter Touren und ausgebauter Trekking-Trails für jedermann begehbar sind. Abenteurer und Hobby-Geologen kommen bei den Ausflügen zu den zahlreichen Vulkanen auf ihre Kosten.

Caldera de Taburiente, La Palma

Die Caldera de Taburiente, auch als Naturwunder von La Palma bekannt, ist der größte erodierte Krater der Welt und zugleich UNESCO Biosphären-Reservat. Fotos werden dem spektakulären Ausblick auf diesen acht Kilometer weiten Krater nicht gerecht, der Tiefen von bis zu einem halben Kilometer erreicht. Nur wer sich selbst davon überzeugt und den Caldera de Taburiente National Park im Herzen La Palmas besucht, erkennt, wieso der Krater eine der Hauptattraktionen der Insel darstellt.

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Volcán del Teide, Teneriffa

Mit 3.718 Metern Höhe ist der Teide Spaniens höchster Berg und der dritthöchste Vulkan der Welt. Die Vielfalt des Ökosystems macht den Aufstieg zu einem Erlebnis voller Kontraste. Wanderer können geführte Touren zur Vulkanspitze buchen oder den Berg individuell erklimmen. Knapp unterhalb des Gipfels, auf einer Höhe von 3.270 Metern, befindet sich eine Hütte, von der aus die Gäste einen wunderschönen Sonnenaufgang erleben.

Bandama Caldera, Gran Canaria

Der Bandama Aschekegel ist ein beeindruckender Krater, der sich bei einem Vulkanausbruch vor zirka 4.000 bis 5.000 Jahren gebildet hat. Der zwei Kilometer lange Trekking-Trail um den Vulkankessel ist vielleicht die einzige Runde, die Ausflugsgäste um einen – in geologischer Zeitrechnung gesehen – noch heißen Vulkan drehen können. Der Bandama ist der beeindruckendste Krater Gran Canarias und nur 15 Minuten Fahrzeit von der Inselhauptstadt Las Palmas entfernt. Der Vulkankessel gehört zu den größten noch vollständig erhaltenen Kratern und umfasst einen Durchmesser von einem Kilometer und einer Tiefe von rund 200 Metern.

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Timanfaya, Lanzarote

Wäre nicht der strahlend blaue Himmel, könnte man die Landschaft Lanzarotes mit jener auf dem Mond verwechseln. Der über 5.000 Hektar große Nationalpark Timanfaya befindet sich nahe der Westküste der Insel und ist mit seinen Vulkanen und Feldern aus jungfräulicher Lava eines der größten Spektakel der Kanarischen Inseln. Das rot-schwarze Land wurde in die Liste der UNESCO Netzwerke der Biosphären-Reservate aufgenommen. Es gibt verschiedene Wanderwege im Naturpark, die geschützten Areale sind aber nur mit dem Bus zu besichtigen. Abenteurer wandern um den Fuß des roten Montaña Colorada und werden mit tiefen Einblicken in den weltgrößten Vulkanausbruch sowie – mit ein wenig Glück – Begegnungen mit den seltenen Berbery Falken belohnt.

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Montaña Colorada, Bayuyo, Fuerteventura

Auf einem Gebiet von fünf Kilometern Länge befinden sich gleich mehrere Vulkane, die – perfekt aneinander gereiht im Nordosten – die Insel bei diversen Ausbrüchen vor rund 50.000 Jahren nach Norden hin ausdehnten. Ausflugsgäste begeben sich entweder zu Fuß oder mit dem Auto auf einen Pfad – bekannt als „hornitos“ – der durch verschiedene Kessel und kleinere Vulkane geformt ist. Fuerteventura liegt auf derselben tektonischen Platte wie Lanzarote und ist bekannt für seine wüstenhafte Landschaft. Sie ist das Ergebnis von Erosion und großen Dünen.

Los Organos, La Gomera

Die beeindruckenden Klippen gehören zu den Wiedererkennungsmerkmalen von La Gomera. Durch das Abkühlen und die darauffolgende Erosion der altertümlichen vulkanischen Felsen formten sich Silhouetten rohrähnlicher Formationen, die vertikal in den Ozean fallen.

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Los Lajiales, El Hierro

El Hierro ist eine weitere Insel mit Landschaften, die von Lavafeldern und Vulkanen dominiert ist. Im Gebiet des El Julan erleben Gäste die aktuellsten vulkanischen Aktivitäten, in La Restinga begegnen sie den beeindruckenden Lava-Formationen von La Malpaís de Los Lajiales. Die harsche Kraterlandschaft ist das Resultat vulkanischer Aktivitäten vor über 6.000 Jahren. Auf der südlichsten Insel Europas, die lange als Ende der Welt betrachtet wurde, befindet sich der Orchilla Leuchtturm, der sich als idealer Ort erweist, um die Stille des Ozeans und den Nachthimmel bei nur wenig Lichtverschmutzung zu beobachten. Im 17. Jahrhundert wurde der Leuchtturm zur Referenz des nullten Meridians gewählt, bis der Punkt 1885 nach Greenwich in England verlegt wurde.