US-Vorwahlen: Klare Sieger in New York
Im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur haben Hillary Clinton und Donald Trump mit klaren Siegen im Staat New York ihren Favoritenstatus untermauert. Bei den Demokraten sah eine Hochrechnung des Sender CNN vom Dienstagabend (Ortszeit) die frühere Außenministerin bei rund 60 Prozent, ihren Rivalen Bernie Sanders bei 40 Prozent.
Bei den Republikanern lag der populistische Immobilienmilliardär Trump demnach bei rund 61 Prozent. Trumps Rivalen bei den Republikanern lagen weit abgeschlagen zurück. Der Gouverneur von Ohio, John Kasich, landete laut CNN bei rund 24 Prozent, der erzkonservative Senator Ted Cruz bei 14,5 Prozent. Zur Verteilung der Delegiertenstimmen in New York lagen zunächst noch keine Angaben vor.
Sollte Trump die große Mehrheit der 95 Delegierten in New York holen, würde er seine Chancen erhöhen, schon vor dem Parteitag im Juli die für die Nominierung des Präsidentschaftskandidaten notwendige Mindestzahl von 1237 Delegieren zu holen. Verfehlt er dieses Ziel, könnte es bei dem Parteitag in Cleveland im Bundesstaat Ohio zu einer völlig offenen Kampfabstimmung kommen.
Bei den Demokraten hatte Clinton schon vor der Vorwahl in New York in der Zahl der Delegiertenstimmen einen klaren Vorsprung vor Sanders, obwohl sie in den vergangenen Wochen sieben von acht Vorwahlen gegen den linksgerichteten Senator verloren hatte. Die Ex-Außenministerin ist auch frühere Senatorin des Ostküstenstaates.
Sanders-Fans hadern mit Wahlsystem
Sanders' Anhängerschaft haderte mit dem Wahlsystem, das die Registrierung von Wählern bereits im vergangenen Oktober vorsah. So konnten Tausende, die in den vergangenen Wochen zu Sanders-Fans geworden waren, nicht teilnehmen.
Aufgrund des Wahlsystems bei den Demokraten hat Sanders keine realistische Chance mehr, Clinton einzuholen. Die meisten sogenannten Superdelegierten, die beim Parteitag im Juli in Philadelphia unabhängig vom Wahlergebnis abstimmen dürfen, haben sich für Clinton ausgesprochen.
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