Einfache Sprache

Immer mehr junge Menschen werden obdachlos

Link zum Original-KURIER-Artikel

Viele junge Menschen in Wien sind obdachlos.
Obdachlos zu sein bedeutet, dass man keine
Wohnung hat und auf der Straße lebt.
Dafür gibt es viele verschiedene Gründe.
Einige junge Menschen werden von ihren
Eltern rausgeschmissen, andere gehen freiwillig,
weil sie zu Hause Opfer von Gewalt werden.
Manche können sich trotz Arbeit
einfach keine Wohnung leisten.

In der Neumayrgasse 4,
ist Wiens einzige Notschlaf-Stelle für junge Menschen,
die kein Zuhause haben.
Sie befindet sich in Ottakring
und heißt „a_way“.
Bis zu 5 Mal pro Monat kann man dort
kostenlos schlafen, essen, duschen
und die Wäsche waschen.
Es gibt dort auch Sozialarbeiter,
die den jungen Menschen
bei ihren Problemen helfen können.
Es gibt bei a_way außerdem 8 Einzelzimmer,
die man bis zu 3 Monate bewohnen kann.
Dieses Angebot nennt sich „Stabilisierungs-Wohnen“
und ist für die Jugendlichen, die daran arbeiten,
eine eigene Wohnung zu bekommen.

Letztes Jahr haben 446 Menschen
ungefähr 2 970 Mal dort geschlafen.
2016 war die Anzahl der Menschen
aber noch um einiges weniger.
Klaus Schwertner arbeitet
bei der Hilfs-Organisation Caritas.
Er sagt, im Caritas-Wohnhaus „JUCA“,
werden junge Obdachlose bis 30 Jahre
aufgenommen und betreut.
Laut Schwertner ist im JUCA das durchschnittliche
Alter von den Bewohnern von 27 auf 21 Jahre gesunken.
Diese Entwicklung ist in den letzten 10 Jahren passiert.

Um die jungen Menschen gut unterstützen
zu können, braucht die Caritas dieses Jahr 200 000 Euro.
Der Chef von der Caritas bittet deswegen auch um Spenden.
Viele, die von der Obdachlosigkeit betroffen sind,
haben Erfahrungen mit psychischer
oder körperlicher Gewalt gemacht.
Auch von ihnen wird verlangt, dass sie sich schon mit
14 oder 15 Jahren reif und vernünftig verhalten.
Diese Jugendlichen brauchen aber
besonders viel Zeit und Verständnis.