Ramadan geht zu Ende

1,5 Milliarden Muslime in aller Welt feiern ab morgen das Fastenbrechen Eid al-Fitr.
Eine Person formt mit einem Messer ein Muster in ein kleines, helles Gebäckstück.

Fasten ist eine im Koran verankerte muslimische Pflicht. Eid al-Fitr drückt die Freude darüber aus, die Entbehrungen des Fastens im neunten Monat des islamischen Mondkalenders gemeistert zu haben. Zum Fest gehören gemeinsames Beten, Verwandtenbesuche und ausgiebige Essen. In vielen Moscheen treffen sich Kinder zum Spielen. Weil sie mit Süßigkeiten beschenkt werden, wird Eid al-Fitr auch Zuckerfest genannt.

Fest für 1,5 Milliarden Muslime

Der Fastenmonat Ramadan ist für weltweit 1,5 Milliarden Muslime besonders heilig und mit einem 30 Tage währenden Fasten und der besonderen Hingabe an Allah verbunden. Heuer hatte der Ramadan am Abend des 8. Juli begonnen, damit war der erste Fastentag der 9. Juli. Neben dem täglichen Fasten wird diese Zeit durch zwei besondere religiöse Feste geprägt: In der Nacht der Bestimmung (Lailat al-Qadr) wird an die Offenbarung der ersten Sure des Koran erinnert und das Fest des Fastenbrechens ( Eid al-Fitr) beendet die Fastenzeit.

Fastengebot

Ramadan ist der neunte Monat im islamischen Kalender. Der Beginn wird durch das Sichten der Mondsichel bestimmt. Da sich die islamische Zeitrechnung allein nach dem Mond richtet, sind die Jahre um 10 bis 11 Tage kürzer als im Sonnenjahr. Mit dem Beginn, der sich daher jedes Jahr um wenige Tage verschiebt, verzichten die Menschen tagsüber (von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang) auf leibliche Genüsse wie Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr.

Damit sollen Körper und Seele gereinigt werden. Neben Alten und Kranken sind auch schwangere und stillende Frauen vom Fastengebot ausgenommen. Ebenso vom Fastenmonat befreit sind Kinder vor der Pubertät; allerdings ist das Fasten "entscheidungsfähiger" Kinder zulässig. Versäumte Fasttage können durch Almosen aufgewogen werden.

Kalender und Mond

Der genaue Beginn des Fastenmonats - und damit auch dessen Ende - werden nach zwei Methoden berechnet. Diese können auch differieren. So gibt es den Kalender und auf der anderen Seite die "Mondsichtung mit freiem Auge". Heuer fällt das Ende des Ramadans "mit 99,9-prozentiger Sicherheit auf den Donnerstag", erklärte Tarafa Baghajati, Mitgründer der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen und Mitglied des Advisory Council of Eminent Experts von ENAR (European Network against Racism). In der Türkei beispielsweise sei schon der morgige Donnerstag fix als Feiertag für diesen Zweck verankert.

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