Chronik/Österreich

„Fühle mich nicht als Spielball“

Im Kampf gegen die Corona-Krise ist Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) eine der Säulen der Landesregierung. Speziell die Zusammenarbeit mit Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) soll sehr gut funktionieren, wie von beiden Seiten bestätigt wird. Politisch ist das manchmal eine Position zwischen zwei Stühlen. Auf der einen Seite die notwendige Zusammenarbeit mit der ÖVP-Führung, auf der anderen Seite die Linie von ihrem SPÖ-Landesparteichef Franz Schnabl, der auch Corona-Maßnahmen im Land ins Visier nimmt.

Ulrike Königsberger-Ludwig löst das für sich mit ihrer eigenen politischen Position: „Ich sehe mich den Bürgerinnen und Bürgern verpflichtet.“ Auf keinen Fall fühle sie sich als „Spielball“ zwischen der SPÖ- und der ÖVP-Führung, wie sie im KURIER-Talk im Studio Pods & Bowls erklärt. Wenn es Kritik gebe – egal von welcher Seite – würde das „auf Augenhöhe“ ausgeredet. Sie habe bereits vor der Pandemie Akzente gesetzt, etwa in der Kinder- und Jugendhilfe oder bei den Frauenhäusern. Dass alles nicht immer einfach ist, sei für sie kein Problem. Königsberger-Ludwig: „Politische Arbeit ist immer herausfordernd. Ich bin schon so lange in der Politik und habe so viele unterschiedliche Szenarien bereits erlebt. Ich schaue einfach darauf, dass ich meine Aufgaben erfülle.“

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Corona-Maßnahmen

Momentan ist es ihre Aufgabe, dass die Corona-Herausforderungen im Gesundheitsbereich bewältigt werden. Aktuell sind es die neue Teststrategie und die Umsetzung des Impfplans. „Wir arbeiten gerade sehr intensiv daran, dass es auch wirklich für alle möglich sein wird, einen Test zu bekommen“, sagt Königsberger-Ludwig. Zuletzt wurden die Stationen für kostenlose Antigen-Tests im ganzen Land auf 170 angehoben. Gleichzeitig werden bereits bestehende Testmöglichkeiten zeitlich ausgeweitet.

Als großes Problem sieht sie dabei, dass für diese Teststraßen medizinisches Personal benötigt wird. Königsberger-Ludwig: „Das ist einer der springenden Punkte. Das medizinische Personal haben wird nicht unendlich.“

Beim Umsetzen des Impfplans sei Niederösterreich auf einem guten Weg, sagt die Landesrätin. Das Impfen in den Pflegeheimen und Kliniken sei ziemlich abgeschlossen. Derzeit seien die Ärzte an der Reihe. Königsberger-Ludwig: „Alles hängt natürlich von der Verfügbarkeit des Impfstoffes ab.“