Pole fuhr mit Führerschein von Totem
Bei einer Schwerpunktkontrolle zog die Exekutive im wahrsten Sinn des Wortes einen Toten aus dem Verkehr. Ein Pole wies sich mit einem gefälschten Pass und Führerschein aus. Sein Pech: Der Mann, auf dessen Namen die Papiere lauteten, wurde 2007 in Polen begraben. Das fanden auch die Beamten bei der anschließenden Recherche heraus. Der 50-jährige Pole wurde auf freiem Fuß angezeigt, musste aber einen größeren Bargeldbetrag als so genannte Sicherheitsleistung hinterlegen.
Am Himmel wurde es gerade dämmrig, als sich die Beamten in der Korneuburger Straße in Bisamberg postierten um mit den rot leuchtenden Kellen verdächtige Fahrzeuge aus dem Verkehr zu ziehen um Fahrer und Wagenladung einer genauen Kontrolle zu unterziehen. Man hatte gerade zwei Fahrzeuge "in Arbeit". "Plötzlich fuhr ein älterer Ford mit polnischem Kennzeichen vorbei", sagte ein Polizist. Die Beamten verfolgten die klapprige Kiste und zwangen den Fahrer zum Anhalten.
"Der war sichtlich nervös", sagte der selbe Exekutivbeamte. Der Fahrer händigte den Beamten einen polnischen Führerschein aus und auch noch einen polnischen Pass, lautend auf den gleichen Namen. Doch beim Durchsuchen des Wagen tauchte dann eine polnische Identitätskarte auf. Zwar mit gleichem Bild, aber einem anderen Namen.
Der Pole versuchte es noch mit einer Ausrede. "Er sagte, die ist von einem Arbeitskollegen", schildert der Exekutivbeamte. Doch die Ausrede brachte die Polizisten auch nicht zum Schmunzeln. Der 50-Jährige wurde festgenommen.
Blitzabfrage
In der Inspektion angekommen, wurde das polizeiliche Kooperationszentrum (PKZ) in Drasenhofen um Recherche ersucht. Eine halbe Stunde später war das Ergebnis da. Der Pole, auf dessen Namen die Dokumente lauten, war 2007 gestorben.
Schließlich gestand auch der Verdächtige den Kauf. "Man hat ihm gesagt, dass die Person tot ist und nichts passieren kann", so der Ermittler. Die Ausweise werden nun im Kriminal-Labor genau untersucht.
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