Frequency: "Das ist die Party des Jahres"

45.000 Besucher täglich werden bei dem Mega-Festival erwartet, das zum fünften Mal in St. Pölten über die Bühne geht.
Eine Gruppe von Festivalbesuchern geht einen Schotterweg entlang zum Eingang.

Eine bunte Zeltstadt mit reichlich Kuriositäten. Obwohl das Frequency erst heute beginnt, haben sich die Camper bereits am Dienstag breit gemacht. Scharenweise pilgern sie auf das Gelände rund um das VAZ St. Pölten. „Das ist die Party des Jahres“, jubelt Rockfan Stefan, der palettenweise Bier aufs Gelände schleppt.

Eine Gruppe junger Leute posiert mit Getränken vor einem Zelt und einem Banner mit der Aufschrift „Ollading“.
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Die Organisatoren sind seit zehn Tagen im Aufbau-Stress. 80 Mann waren allein mit Konstruktion der Hauptbühne beschäftigt. Veranstalter Harald Jenner: „Wir haben 25 Kilometer Zaun und 20 Kilometer Kabel verarbeitet. Allein das Equipment für die Bands wird mit 50 Trucks angeliefert.“

Der große Aufwand scheint sich zu lohnen. Die Veranstaltung ist ausverkauft. Spätentschlossene können nur noch auf Tageskarten hoffen. Trotz des Massenansturms verlief der erste Anreisetag ruhig. „Es kam zu keinen größeren Verkehrsbehinderungen“, berichtet Stadtpolizeikommandant Franz Bäuchler.

Über den großen Ansturm freuen sich aber nicht alle. Viele Anrainer „fliehen“ und fahren während der Veranstaltung auf Urlaub. Andere wiederum sind vom bunten Treiben begeistert. Regina Zauchinger wohnt in unmittelbarer Nähe. Sie genießt den Trubel: „Ich nehme mir immer den Fenstertag frei, um das Geschehen hier mit zu verfolgen. Ich finde das super, dass bei uns etwas los ist. Außerdem sind die Festivalbesucher sehr nett. Manchmal bekomme ich sogar ein Bier angeboten.“

Umweltfreundlich

Eine Frau steht mit ihrem Hund auf einem Campingplatz mit vielen Zelten.
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Dass es auf einem Festival auch gesittet zugehen kann, beweisen 4000 „Green-Camper“. Sie schlagen ihr Lager auf einem eigens abgesperrten Gelände auf. Jegliche Art von Müll und Umweltverschmutzung wird vermieden. Außerdem geht es ruhiger zu. Eine „green“-Gruppe aus Salzburg ist begeistert: „Wir haben das letztes Jahr gesehen und wollten es unbedingt probieren. Es ist hier viel zivilisierter und sozialer.“

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