Chronik/Niederösterreich

Hochwasserschutz an der Donau soll weiter ausgebaut werden

Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) und der nö. Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) haben sich auf den weiteren Ausbau des Hochwasserschutzes entlang der Donau verständigt.

„Österreichweit hat der Bund seit dem Jahrhunderthochwasser 2002 rund 337 Millionen Euro in die Schutzmaßnahmen entlang der Donau investiert. Das aktuelle Programm läuft 2022 aus. Für die Folgejahre beginnen jetzt die Vorbereitungen“, erklärt Minister Hofer.

Für Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Stellvertreter Stephan Pernkopf hat die Sicherheit der Menschen oberste Priorität: "Die schon bestehenden Hochwasserschutzanlagen an der Donau haben sich bereits hervorragend bewährt. Gemeinsam mit dem Bund wollen wir nun auch die Finanzierung der noch fehlenden Projekte sicherstellen."

 

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Die weitere Planung sieht vor, dass der noch notwendige Schutzbedarf in den Gemeinden erhoben wird und darauf aufbauend ein Bauprogramm für den Zeitraum 2023 bis 2030 ausgearbeitet wird. Im Herbst sollen die Planungen abgeschlossen sein und im Einvernehmen mit dem Finanzministerium fixiert werden.

Baustart 2019

Bereits in der Planung befinden sich Projekte in Schönbühel-Aggstein, Aggsbach-Markt, Bad Deutsch-Altenburg, Dürnstein Abschnitt West, Emmersdorf, Rossatz-Arnsdorf und Krems/Stein. Dort wird mit einem Baubeginn zwischen 2019 und 2023 gerechnet.

Eines der ersten Projekte wird in Bad Deutsch-Altenburg (Bezirk Bruck an der Leitha) realisiert, wie Bürgermeister Franz Pennauer ( ÖVP) berichtet: „Die Planungen sind schon sehr weit fortgeschritten und wir streben einen Baubeginn 2019 an.“ In Bad Deutsch-Altenburg hat man bereits 2013, nach dem letzten schweren Hochwasser, mit den Planungen begonnen. "Wir sind nun in froher Erwartung, dass die ausgeschriebene Vergabe baldigst zu einem Baubeginn führt", ist Pennauer zuversichtlich.

Ähnlich weit ist man auch in der Planung für den Hochwasserschutz in Rossatz-Arnsdorf (Bezirk Krems-Land). Bürgermeister Erich Polz (ÖVP) ist ebenfalls guter Dinge, dass man 2019 starten kann: "Die wasserrechtlichen Bewilligungen für die Projekte haben wir bereits. Jetzt geht es in die Ausschreibung. Abhängig davon, ob es Einsprüche gegen die Maßnahmen gibt oder nicht, können wir 2019 zu bauen beginnen."

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Etwas komplizierter war die Planung des Hochwasserschutzes in Dürnstein (Bezirk Krems-Land). Dort hat man zwar auf dem größten Teil bereits einen Schutzbau, doch im Westen fehlt noch ein Stück. "Die ursprüngliche Variante des Planes war nicht machbar, weil es zu teuer gewesen wäre. Darum haben wir uns nun für die kostengünstigere Version entschieden", schildert Bürgermeister Johann Schmidl (ÖVP). Aber auch für Dürnstein ist ein Baustart 2019 realistisch, wie der Ortschef meint.

Vorsichtig ist man in Dürnstein dennoch. Denn obwohl man bereits einen großen Teil des Hochwasserschutzes hat, kann dennoch immer wieder etwas passieren, meint Schmidl: "Heutzutage kann keiner sagen, wie schlimm ein Hochwasser wirklich wird. Durch die Erderwärmung und die immer häufiger werdenden starken Gewitter, kann natürlich schnell einmal etwas passieren. Aber wir hoffen darauf, dass wir bis zur Fertigstellung des Schutzes verschont bleiben."