Wirtschaft Lufthansa: Mit neuem Jumbo auf Passagierfang Diskussion Weitere Artikel Letztes Update am 03.05.2012, 12:22 Bildergallerie drucken An Instapaper senden Lufthansa: Mit neuem Jumbo auf Passagierfang. 20 runderneuerte Jumbos vom Typ Boeing 747-8 sollen Langstrecken-Passagiere zum Kranich locken. Vollbild Zurück Bild von / Weiter Schliessen Vollbild Die Lufthansa buhlt mit neuen Jumbojets um Passagiere auf den hart umkämpften Routen nach Nordamerika und Indien. Am Mittwoch (02.05) nahm die Kranich-Airline am Frankfurter Flughafen als erste große Fluggesellschaft die runderneuerte Version der Boeing 747 in Empfang – die 747-8. (Bild: Christoph Franz (3.v.r.), Vorstandsvorsitzender der Lufthansa AG mit Besatzungsmitgliedern) Die 747-8 soll ab 1. Juni auf der Strecke von Frankfurt nach Washington eingesetzt werden. Noch heuer soll die Lufthansa vier weitere Großraumflugzeuge mit jeweils 362 Sitzen erhalten. Diese Maschinen sollen dann nach Los Angeles, Chicago sowie nach Neu Delhi und Bangalore in Indien fliegen. Bis Mitte des Jahrzehnts soll die Lufthansa-Flotte dann endgültig auf 20 Jets anwachsen. (Bild: Lufthansa Vorstand Carsten Spohr bekommt die Schlüssel von Boeing Vize-Präsident Pat Shanahan (r.) ausgehändigt.) Boeing konzipierte die neue 747 als Konkurrenz zum A380 von Airbus. Dabei setzten die Amerikaner aber nicht auf eine komplette Neuentwicklung, sondern überarbeiteten ihren mittlerweile betagten Verkaufsschlager. Die 747-8 basiert auf dem altbekannten Jumbo-Jet aus den späten 1960er Jahren. Der Rumpf wurde gestreckt, womit der Jumbo nun eine Länge von 75,36 Metern erreicht. Das letzte Mal hatte Boeing das Modell Mitte der 1980er Jahre in größerem Umfang modernisiert und als 747-400 auf den Markt gebracht. Von der 747-8 gibt es zwei Ausführungen: die 747-8 Freighter (kurz: 747-8F) ist die Frachter-Variante; die Passagiervariante trägt den Namen 747-8 Intercontinental (kurz: 747-8I). Beide Varianten haben aerodynamisch überarbeitete Flügel mit neuen Flügelenden, die den Auftrieb verbessern (Raked Wingtips), verbesserte Landeklappen und spaltlose Krügerklappen erhalten. Dank neuer Triebwerke von General Electric sollen sie um 15 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen… …und zudem um 30 Prozent leiser sein. Im November 2005 wurde das Projekt 747-8 offiziell gestartet, wegen technischer Probleme hatte sich die Erstauslieferung des neuen Jumbos aber immer wieder verschoben. Das Modell liegt rund zwei Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück. Eine neue Maschine kostet laut Liste 320 Millionen Dollar (244 Mio. Euro), allerdings sind Rabatte üblich. Als Verkaufsschlager gilt die 747-8 (noch) nicht: Neben den Jets für die Lufthansa, liegen nur noch 16 weitere Orders für die Passagierversion vor. Ein Problem ist, dass der Jumbo schwerer ist als versprochen. Der Kauf der Maschinen fällt in eine Zeit, in der die Lufthansa massiv sparen muss – auch Entlassungen werden nicht mehr ausgeschlossen. Nach Aussage von Lufthansa-Konzernchef Christoph Franz (Bild) sind die neuen Maschinen aber gerade deshalb wichtig. Wenn die Fluglinie weiter zu den europäischen Top-Airlines gehören wolle, müsse sie technologisch führend sein und Jets einsetzen, die sparsamer mit dem teuren Kerosin umgehen. Die neue 747-Flotte werde "dazu beitragen, die Zukunft der Lufthansa-Gruppe abzusichern", sagte er. Insgesamt gab Franz sich zuversichtlich, dass die Lufthansa dank ihres 1,5 Mrd. Euro schweren Sparprogramms gegen die Konkurrenz durch Billigflieger und schnell wachsende Airlines aus dem Nahen Osten wie Emirates bestehen wird. "Sie wissen, der Kranich ist ein zäher Vogel", sagte er bei der Präsentation des Jumbos. (apa, dpa, KURIER/js) Erstellt am 03.05.2012, 12:19 Stichworte: › Airbus › Boeing › Fluglinien › Flugverkehr › Flugzeug › Luftfahrt › Lufthansa Diskussion Kommentare aktualisieren Weitere Artikel zum Thema Wirtschaft Lufthansa: Flugausfälle schon vor Streik Das Kabinenpersonal tritt am Freitag deutschlandweit in den Ausstand. "Faustschläge ins Gesicht unserer Kunden", wettert die Lufthansa. Wirtschaft Lufthansa gründet Billig-Airline Die Austrian-Airlines-Mutter Lufthansa zieht ihre umstrittenen Pläne für eine konzerninterne Billigfluglinie durch. Flugverkehr AUA startet auf Langstrecke durch Fünf Mal die Woche befördert eine Boeing 767 nun Passagiere von Wien nach Illinois. Arbeitskampf Bodenpersonal legt Lufthansa lahm Bei der Lufthansa wird schon wieder gestreikt, am Montag wird das Bodenpersonal die Arbeit niederlegen. Airlines Lufthansa im Stundentakt Die Lufthansa möchte Geschäftsreisenden mehr Service bieten und testet auf drei innerdeutschen Strecken den Stundentakt.
Wirtschaft Lufthansa: Flugausfälle schon vor Streik Das Kabinenpersonal tritt am Freitag deutschlandweit in den Ausstand. "Faustschläge ins Gesicht unserer Kunden", wettert die Lufthansa.
Wirtschaft Lufthansa gründet Billig-Airline Die Austrian-Airlines-Mutter Lufthansa zieht ihre umstrittenen Pläne für eine konzerninterne Billigfluglinie durch.
Flugverkehr AUA startet auf Langstrecke durch Fünf Mal die Woche befördert eine Boeing 767 nun Passagiere von Wien nach Illinois.
Arbeitskampf Bodenpersonal legt Lufthansa lahm Bei der Lufthansa wird schon wieder gestreikt, am Montag wird das Bodenpersonal die Arbeit niederlegen.
Airlines Lufthansa im Stundentakt Die Lufthansa möchte Geschäftsreisenden mehr Service bieten und testet auf drei innerdeutschen Strecken den Stundentakt.