IT-KV: Auch sechste Verhandlungsrunde gescheitert

Arbeitgeber haben nachgebessert, doch Gewerkschaft lehnt Angebot weiter ab.
Place of work, man using laptop computer

Auch die sechste Verhandlungsrunde um einen neuen Kollektivvertrag für die 90.000 Beschäftigten in der heimischen IT-Branche brachte wie erwartet keine Einigung. 

Die Arbeitgeber besserten ihr Angebot deutlich nach. Die Mindestgehälter sollen um 2,5 Prozent und die Ist-Gehälter um 2 Prozent erhöht werden. Bisher wurde eine Erhöhung von 1,9 Prozent auf die Mindest-Gehälter geboten.

Für die Gewerkschaft GPA ist das aktuelle Angebot weiterhin unzureichend. Sie fordert ein Gehaltsplus von 3,5 Prozent und hat laut Aussendung eine Betriebsrätekonferenz einberufen, um das weitere Vorgehen zu beraten. Kampfmaßnahmen bis hin zum Streik sind möglich. 

Enttäuscht über die Haltung der Gewerkschaft zeigt sich Martin Zandonella, Verhandlungsleiter der Arbeitgeber im Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). "Die Ablehnung ist vor allem deshalb unverständlich, weil sie trotz unseres Angebots kommt, die Ist-Löhne zu erhöhen." Einer stärkeren Erhöhung erteilte Zandonella eine Absage: "Mehr ist für uns wirtschaftlich nicht vertretbar."

Ein weiterer Verhandlungstermin wurde bisher nicht vereinbart.

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