Salzburg verspielte eine historische Chance
Er war so nah wie nie und ist jetzt wieder so fern wie eh und je, der fixe Startplatz für Österreichs Meister in der Champions League. Salzburg hatte eine historische Chance, die man allerdings auch mit zehn Siegen in Serie in der Europa League erarbeitet hat. Doch wurde diese durch das unnötige Ausscheiden im Achtelfinale gegen den FC Basel verschenkt.
Es war das direkte Duell zwischen dem besten Klub aus Österreich und dem besten Team aus der Schweiz um Platz 13 im UEFA-Länderranking gewesen. Dieser garantiert immer dann den Fixplatz in der finanziell so lukrativen europäischen Eliteliga, wenn sich der Titelverteidiger über die eigene Liga qualifiziert. Und das ist (fast ) immer so.
Drei Siege hätten die Salzburger gebraucht, zwei davon gegen den FC Basel wären ideal gewesen. Geworden ist es kein einziger, sondern ein Remis im St.-Jakobs-Park und eine Niederlage in der Red-Bull-Arena.
Die Partycrasher aus Basel
Status Quo
Österreich wird die Saison 2013/’14 im Länderranking als 14. beenden und damit einen Rang hinter der Schweiz, die also auch in der übernächsten Saison einen Fixplatz in der lukrativen Champions League haben wird.
Es war wohl eine einmalige Chance – zumindest in absehbarer Zukunft. Denn die Bundesliga verliert im Sommer im Länderranking, für das immer die Resultate aus den vergangenen fünf Jahren zählen, die Punkte aus Österreichs erfolgreichster Europacup-Saison aller Zeiten.
2009/’10 hatten sich alle vier Bundesliga-Vertreter (Salzburg, Austria, Rapid, Sturm) für die Europa-League-Gruppenphase qualifiziert, Salzburg kam sogar mit sechs Siegen weiter, schied aber dann im Sechzehntelfinale gegen Standard Lüttich aus. Für das Länderranking wurde ein Punktekoeffizient von 9,375 geholt. Zum Vergleich: Diese Saison ist es ein Punktekoeffizient von 7,800 geworden.
Österreich startet im Sommer 2014 als 15. des Länderrankings in die kommende Europacup-Saison – mit vier Teilnehmern. Einen Startplatz mehr gibt es erst wieder in der Saison 2015/’16. Und diesen gilt es primär zu verteidigen. Denn Platz 13 ist utopisch. Der Rückstand auf diesen Rang und damit auf Griechenland beträgt nämlich einen fast unaufholbaren Koeffizienten von 4,15 Punkte.
Dazu kommt noch, dass der griechische Meister Olympiakos Piräus kommende Saison einen Champions-League-Fixplatz hat. Die Griechen starten also schon mit vier Bonuspunkten und einem Koeffizienten von 0,8 Punkten in die Saison, Österreich hingegen ohne Bonuspunkte und damit mit einem Koeffizienten von null Punkten.
Schweizer Pressestimmen zu Basels Coup
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