Fußball Acht Gründe für Salzburgs Meistertitel Diskussion Weitere Artikel Letztes Update am 13.05.2012, 19:55 Bildergallerie drucken An Instapaper senden Acht Gründe für Salzburgs Meistertitel. Faktoren: Langer Atem, beeindruckende Auswärtsstärke und mit Jakob Jantscher den besten Spieler der Saison. Vollbild Zurück Bild von / Weiter Schliessen Vollbild Der Favorit hat sich also doch durchgesetzt. Salzburg ist nach einem 5:1 in Wiener Neustadt endgültig Meister. Acht Gründe, warum es trotz einer Pleiten-Serie im Herbst, großem Verletzungspech und einigen Transferflops zum siebenten Salzburger Meistertitel reichte. Langer AtemSchon in der Winterpause war klar: Die Mannschaft, die einen Lauf bekommen wird, wird den Titelkampf für sich entscheiden. Das gelang Salzburg. Auf ein 0:1 zu Hause gegen Mattersburg Anfang März folgten nun schon 13 Spiele ohne Niederlage. Knackpunkt der Saison war das Heimspiel gegen Rapid. Mit einem 3:1-Erfolg fand man eine Woche nach der Heimpleite gegen den Nachzügler sofort zurück in die Erfolgsspur, gewann danach acht von elf Partien. Auswärtsstärke Bei den ersten drei Meistertiteln der Ära Red Bull konnte sich Salzburg auf die Heimstärke verlassen – auch dank des im Sommer 2010 entfernten Kunstrasens. In dieser Saison wurde auswärts der Grundstein für den Titelgewinn gelegt. Schon über fünf Monate und zehn Bundesliga-Partien ist man in fremden Stadien ungeschlagen. Jakob Jantscher Eigentlich sollte Winter-Neuzugang Jonathan Soriano in die Rolle des Torjägers schlüpfen. Doch der Spanier ist in Salzburg nur zweite Wahl. Als Torschütze vom Dienst glänzte dafür ein Flügelspieler: Jakob Jantscher. Der Steirer erzielte insgesamt 14 Treffer, acht davon im Frühjahr. Und es waren fast immer spielentscheidende Treffer. Für seine Leistungsexplosion hat Jantscher selbst übrigens keine Erklärung: "Ich mache eigentlich nichts anders als in der vergangenen Saison unter Trainer Huub Stevens." Kader-Qualität Salzburg hat den mit Abstand teuersten und quantitativ besten Kader der Liga. Dies war auch in dieser Saison entscheidend, nämlich in der Phase als nicht nur die Salzburger, sondern auch alle anderen Titelkandidaten mit Personalproblemen zu kämpfen hatten. Gerade in den entscheidenden Spielen im März, im April und im Mai konnte Salzburg die Ausfälle am besten kompensieren und sich von der Konkurrenz absetzen. Kummer-Nummer Salzburgs Co-Trainer Niko Kovac fiel in der Öffentlichkeit nur einmal auf – durch einen Disput mit einem VIP-Gast in der Pause des Schlagers bei Rapid am vergangenen Sonntag. Intern spielte der Salzburger Ex-Spieler aber eine immens wichtige Rolle. Er wurde zum Ansprechpartner für die Unzufriedenen im Salzburger Kader. StehaufmännerAndreas Ulmer (Bild), Ibrahim Sekagya oder Christian Schwegler standen bei Ricardo Moniz monatelang auf dem Abstellgleis. Im Frühjahr musste Salzburgs Trainer wieder auf die Abgeschobenen zurückgreifen, weil seine Personalexperimente erfolglos waren. Alle drei boten konstante Leistungen und zeigten, dass sie eigentlich immer in die erste Elf der Salzburger gehört hätten. Tormann-WechselEine der vielen Personalrochaden von Moniz hat sich wirklich bewährt. Nach sieben sieglosen Spielen war Eddie Gustafsson den Platz im Tor los, obwohl sich der Publikumsliebling keine Fehler erlaubt hatte. Aber Alexander Walke gab auch der Abwehr jene Sicherheit die davor einfach gefehlt hatte. Mit dem Deutschen im Tor verloren die Salzburger nur ein einziges von 20 Bundesliga-Spielen. Teamspirit Salzburgs Mannschaft haftet der Ruf einer seelenlosen Söldnertruppe an, in der nur Eigeninteressen vertreten werden. Die letzten Monate bewiesen das Gegenteil: Die Spieler übernahmen kurz nach den Europa-League-Pleiten gegen Charkiw intern Verantwortung und suchten das Gespräch mit der Red-Bull-Konzernspitze. Nach diesen bildete sich eine vorher nicht vorhandene Hierarchie, die vieles regelt – auch ohne Zutun des Trainers, aber mit Erfolg auf dem Platz. (kurier) Erstellt am 13.05.2012, 11:13 Stichworte: › Bundesliga › Red Bull Salzburg Diskussion Kommentare aktualisieren Weitere Artikel zum Thema Bundesliga Zwei Störenfriede im Salzburger Jubelmeer Salzburg bleibt auf Rekordkurs. Der Meistertitel scheint trotzdem futsch zu sein. Analyse Unruhe in der Welt von Red Bull Die Gespräche mit Bremen-Coach Schaaf beweisen, dass Salzburg kein normaler Klub ist. Austria 79 Punkte und noch immer nicht Meister Noch nie in der Bundesliga-Geschichte waren soviele Punkte für den Titel nötig, wie in dieser Saison. Bundesliga Heißes Bundesliga-Wochenende steht bevor Mit einem Sieg gegen Rapid könnte Salzburg den Rückstand auf die Austria auf vorerst drei Punkte verkürzen. Bundesliga Salzburg bleibt im Rennen Die Bullen wahren mit einem 3:1 gegen Innsbruck ihre Minichance auf die Titelverteidigung.
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