Letztes Update am 28.08.2012, 11:29
Schönbrunn: Neues Robben-Baby.
Im Tiergarten Schönbrunn ist wieder Nachwuchs zu bestaunen. Nach den Schildkröten und Äffchen ist nun ein Robben-Jungtier auf die Welt gekommen.
Das Schönbrunner Robbenbaby Lunita hat sich erstmals seit dem überraschenden Tod von Mutter Enya den Zoobesuchern gezeigt. Das Jungtier wird seither von den Pflegern mit der Hand aufgezogen.
Spielen ist Lunitas Lieblingsbeschäftigung: Bälle, Schlauchstücke und Bojen machen ihr großen Spaß. Drei Mal täglich gibt es Futter. Ihr Menü: Fisch mit laktosefreiem Schlagobers und Vitaminen.
Am 6. September starb das Muttertier Enya an einer chronischen Herzschwäche. Sie war 2006 vom Tierpark Hellabrunn nach Schönbrunn gekommen.
Mähnenrobbenweibchen Enya hatte Lunita nach einer Tragzeit von knapp einem Jahr Ende Juli zur Welt gebracht.
Das Robbenjunge stahl seinen erwachsenen Artgenossen seither die Schau. Der Vater des Jungtieres ist der 280 Kilo schwere Robbenbulle Comandante. Dieser lebt als einziges Männchen mit seinem Harem im Tiergarten.
Flauschigen Nachwuchs gab es im Sommer außrdem bei den Vikunjas in Schönbrunn.
Weibchen Gisela hat - genau wie im vergangenen Jahr - am 18. September ein Jungtier zur Welt gebracht. Noch ist das Geschlecht nicht bekannt.
"Das Kleine springt bereits aufgeweckt durch den Südamerika-Park. Die ersten vier bis sechs Monate wird es gesäugt, bereits nach wenigen Tagen frisst es aber auch Gras und Heu", berichtet Zoodirektorin Dagmar Schratter.
Ebenfalls Ende Juli glückte dem Tiergarten an anderer Stelle ein neuer Zuchterfolg. Eine von vier kleinen Südamerikanischen Schnappschildkröten erkundete schnelldie Welt.
Über diese Schildkrötenart, die von Costa Rica bis Kolumbien heimisch ist, ist kaum etwas bekannt. Der Zoo bekam die Elterntiere bereits 2009 von einem privaten Schildkröten-Spezialisten.
Anfang Mai gab es bei den Flamingos Nachwuchs: Das graue Küken ließ allerdings noch nicht erahnen, welche Farbenpracht es später mal zeigen wird. Das Flamingo-Baby...
...schlüpfte zusammen mit 16 weiteren Küken. Nach ein paar Wochen schon färbte sich das Gefieder leuchtend rosa.
Die arktischen Wölfe bekamen das erste Mal Junge. Nach einer Tragezeit von etwa zwei Monaten brachte die Wolfsmutter Inja, in einem unterirdischen Bau ...
... am 4. Mai sechs kleine Wölfe zur Welt.
Rasch packte die Kleinen die Neugierde und sie trauten sich immer wieder für kurze Zeit aus dem Bau.
Am 11. Mai kam dieses kleine Springtamarin-Äffchen in Schönbrunn zur Welt. Rund um die Uhr wurde es von seiner Mutter huckepack getragen. Äffchen und Wölfe waren zu dieser Zeit aber nicht der einzige Nachwuchs im Wiener Traditionszoo.
So erblickte auch das gestreifte Antilopenbaby Amanda Anfang Mai das Licht der Welt (im Bild mit Mama Lea).
Auch die Besucherlieblinge Kattas bekamen Zuwachs: Im April brachte Weibchen Samba ein Junges auf die Welt. Der kleine Neuzugang ist Nummer elf in der Schönbrunner Kattagruppe.
Diese zwei Erdmännchen bereichern seit März den Tiergarten. Erdmännchen sorgen übrigens gemeinsam für den Nachwuchs. In der Kolonie hat jedes Tier eine klar definierte Aufgabe. So gibt es „Babysitter", die sich um die Jungtiere kümmern.
Auch die Zweifingerfaultiere sind dieses Jahr aktiv geworden und bekamen Nachwuchs. Faultiere hängen meist bewegungslos in den Ästen herum, schlafen mindestens 14 Stunden am Tag und bewegen sich wie in Zeitlupe.
Zu den alten Hasen gehört mittlerweile das Elefantenbaby Tuluba. Das beliebte Jungtier wurde im August bereits zwei Jahre alt.
Auch das kleine Pandababy Fu Hu ist schon länger Highlight im Tiergarten.
Im August 2012 feierte der Kleine ebenfalls seinen zweiten Geburtstag mit vielen Geschenken und Mama Yang Yang.
(KURIER, APA/la)
Erstellt am 08.06.2012, 13:47