Politik Jemen: Feiertagsparade trotz Anschlag Diskussion Weitere Artikel Letztes Update am 22.05.2012, 14:18 Bildergallerie drucken An Instapaper senden Jemen: Feiertagsparade trotz Anschlag. Nach dem El-Kaida-Anschlag am Montag feiert das Land am Dienstag den 22. Jahrestag der Wiedervereinigung. Vollbild Zurück Bild von / Weiter Schliessen Vollbild Fast hundert Tote hat der Selbstmordanschlag in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa gekostet. Darunter hauptsächlich Soldaten, welche für eine Parade zum Nationalfeiertag am Dienstag probten. Der Attentäter, der eine Uniform trug, sprengte sich inmitten der Soldaten in die Luft. 200 weitere Menschen sind verletzt worden. Die Feierlichkeiten zum 22. Jahrestag der Vereinigung von Nord- und Südjemen diesen Dienstag wurden trotzdem nicht abgesagt. Zu dem Anschlag bekannte sich die Terrorgruppe Ansar al-Sharia, wie die jemenitische Webseite "Al-Taghier" berichtete. Die Gruppe ist eine Unterorganisation des Terrornetzes El-Kaida auf der arabischen Halbinsel (AQAP). Zuletzt hatte das jemenitische Militär Erfolge bei der Bekämpfung der El-Kaida in der südlichen Provinz Laudar verzeichnet. (im Bild: Polizisten untersuchen die Explosionsspuren). Das Attentat habe dem jemenitischen Verteidigungsminister Mohammed Nasser Ahmed gegolten, hieß es in einer Erklärung. Dieser war bei den Proben anwesend, blieb aber unverletzt. (im Bild: Sicherheitskräfte nach dem Anschlag). Präsident Abded Rabbo Mansur Hadi kündigte am Abend ein hartes Vorgehen an. Er wies die Regierung an, den Opfern des Anschlags jede nur mögliche Hilfe zu leisten. Der Selbstmordanschlag hat international Entsetzen ausgelöst. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die Tat aufs Schärfste. Auch US-Präsident Barack Obama zeigte sich über die Lage im Jemen besorgt. "Wir sind sehr besorgt wegen El-Kaida und Extremisten im Jemen", sagte Obama zum Abschluss des NATO-Gipfeltreffens in Chicago. Die Parade am Dienstag sollte zuerst abgesagt werden, fand dann aber trotzdem statt.... ...allerdings nicht in dem großen Rahmen, der ursprünglich vorgesehen war. In seiner Rede zum 22. Jahrestag hat der jemenitische Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi den El-Kaida-Terroristen in seinem Land den Kampf angesagt. "Der Krieg gegen den Terror wird so lange weitergehen bis dieses Phänomen endgültig bekämpft ist, koste es, was es wolle." (im Bild: Applaus des Präsidenten für die Militärparade). Marschieren trotz Anschlag: Militärparade zum Nationalfeiertag. (Reuters, APA/la) Erstellt am 22.05.2012, 09:56 Stichworte: › Al-Kaida › Jemen Diskussion Kommentare aktualisieren Weitere Artikel zum Thema Jemen Entführter Wiener an El Kaida verkauft Lösegeldverhandlungen über die Freilassung sollen am Laufen sein. Das Außenamt relativiert. Politik El-Kaida: Vizechef getötet Die Nato tötete in Afghanistan den zweitwichtigsten El-Kaida-Anführer des Landes bei einem Drohnen-Luftangriff. El Kaida Jemengeisel: Bundesheer fädelte Befreiung ein 139 Tage Angst. Wie Dominik N. die lange Gefangenschaft überlebte und befreit wurde. Arabische Welt Syrien: Rebellion wird für manche zum Dschihad Anschläge im Irak, islamistische Splittergruppen in Syrien – El Kaida versucht in der Krisenzone wieder verstärkt Fuß zu fassen. Jemen Österreicher vor Freilassung? Hochrangige Diplomaten aus Österreich und Finnland sind nach Sanaa gereist.
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