Letztes Update am 22.10.2012, 11:55
Ein Terroranschlag der El-Kaida wurde vereitelt, am Montag kam ein Soldat an der syrischen Grenze in einem Schusswechsel um.
Zuerst die Nachrichten über den vereitelten Anschlag der El-Kaida "9/11 - Die Zweite" (siehe Bericht unten), dann die Meldung über einen getöteten jordanischen Soldat an der syrischen Grenze. Am frühen Montagmorgen kam er bei einem Schusswechsel mit Bewaffneten um. Nach Angaben aus jordanischen Sicherheitskreisen lieferten sich Grenzsoldaten und eine Gruppe von 16 Bewaffneten, die nach Jordanien eindringen wollten, ein Feuergefecht. Dabei seien vier der Bewaffneten ums Leben gekommen. Die anderen zwölf hätten sich nach Syrien zurückgezogen.
Am Montag war zunächst unklar, ob es sich bei den Bewaffneten um Syrer oder Jordanier gehandelt hatte. Die rund 370 Kilometer lange Grenze zwischen Jordanien und Syrien wird häufig von Schmugglern zum Transport von Drogen, Waffen oder Kämpfern genutzt.
Jordanien vereitelte verheerende Anschläge der Al-Kaida
Am Sonntagabend wurde bekannt, dass jordanische Sicherheitsbehörden eigenen Angaben zufolge einen großangelegten Plan der El-Kaida zur Sprengung von Einkaufszentren und Ermordung westlicher Diplomaten vereitelt. Elf Verdächtige seien im Zusammenhang mit dem Komplott verhaftet worden, der vermutlich Tausende von Menschen das Leben gekostet hätte, hieß es in einem Bericht des Staatsfernsehens am Sonntag.
Ein Mitarbeiter der Sicherheitsbehörden erklärte der Nachrichtenagentur Reuters, die Extremisten hätten sich Waffen aus Syrien beschaffen wollen. Die Verdächtigen hätten Bomben mit dem Ziel gebaut, in der Hauptstadt Amann so viele Menschen wie möglich zu töten. Jordanien ist ein wichtiger Verbündeter der USA und wiederholt Ziel von Anschlägen der El-Kaida geworden.
9/11 - Die Zweite
Die Verhafteten gaben ihren Plänen laut Behördenangaben den Codenamen "9/11 - Die Zweite". Das sei eine Anspielung sowohl auf die Anschläge in den USA am 11. September 2001 als auch auf den Bombenterror gegen Luxushotels in Amman am 9. November 2005, der 60 Menschen das Leben kostete. Die nun verhafteten Männer sollen auch direkt mit jener El-Kaida-Splittergruppe in Verbindung stehen, die für die Anschläge in Amman verantwortlich gemacht wird.
Jordanien grenzt an Syrien und hat seit Beginn des Bürgerkriegs an die 200.000 syrische Flüchtlinge aufgenommen. Das Land ist außerdem ein wichtiger Verbündeter der USA in der Region.
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