Sport/Wintersport

Hass-Kommentare: Mikaela Shiffrin geht in die Offensive

Noch nie in ihrer Karriere fiel Mikaela Shiffrin so oft bei einer Großveranstaltung aus. Nach den Ausfällen im Riesentorlauf und Slalom scheiterte sie in der Kombination am Donnerstag auf dem Weg zu Gold. „Das fühlt sich alles nur noch wie ein Witz an.“

Wie ein schlechter Witz. Auch die Kommentare in sozialen Medien waren für die 26-jährige Ausnahmeathletin nicht zum Lachen. Die Amerikanerin, die bei Weltmeisterschaften und Olympia bereits acht Goldmedaillen gewonnen hatte, wird im Internet brutal beleidigt, weil sie in Peking noch keinen Erfolg hatte. 

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Nach dem Ausscheiden im Kombislalom wurde es der 73-fachen Siegerin von Weltcuprennen zu viel und sie veröffentlichte die schlimmsten Kommentare. "Dumme Blondine", "du bekommst, was du verdienst", "kaum ist Wettkampf, bringst du keine Leistung", "dummes Miststück kann nicht mal das, was sie machen sollte", "kann es nicht erwarten, dass du aufhörst, damit wir das Verlierer-Gesicht nicht mehr sehen müssen", waren wohl die schlimmsten Beleidigungen. 

In der großen Mehrzahl sind auf Shiffrins Medien aber auch aufmunternde und bewundernde Kommentare zu lesen. Viele Fans können es nicht fassen, dass der Skistar wegen der Ausfälle in Peking kritisiert werde.

In ihrer Antwort kündigte Shiffrin aber auch an, dass sie sich nicht unterkriegen lasse. "Ich werde immer wieder aufstehen."