Kultur/Eurovision Song Contest

Song Contest: Noch einmal Show, bitte

Drama, Posen und Pomp regierten das zweite Seminfinale des ESC. Was vom Donnerstagabend im Gedächtnis blieb: Der Schwede hat die Bühne in der Hand. Måns Zelmerlöw nutzte die Showmöglichkeiten am Besten von allen Kandidaten. Und dazu der Song: "Heroes" gilt nicht umsonst als absoluter Favorit. Es müsste schon mit arger paneuropäischer Geschmacksverwirrung zugehen, wenn er im Finale am Samstag (der KURIER tickert für Sie natürlich live ab 20 Uhr) nicht unter den Top 3 landen sollte.

Den Live-Ticker vom zweiten Halbfinale zur Nachlese finden Sie hier.

Auch die Lettin Aminata hatte einen Auftritt, der für ESC-Begriffe mehr versprach: Reduzierte Bässe wurden von der stimmlichen Performance in Richtung Drama gerissen. Endlich Gänsehaut!

Die Show in Bildern

Alle Inhalte anzeigen

Die Isländerin Maria Olafsdóttir wuchtete ihre Powerballade "Unbroken" in Richtung Publikum: Ein prächtiger ESC-Song, stimmlich und musikalisch nach vorne gebürstet. Allein: Es half nichts. Sie war unter den sieben, die den Sprung ins Finale nicht schafften. Ebensowenig die Tschechen Martina Jandova und Vàclac Bárta: Viel Jubel im Saal, aber zuwenige Stimmen am Telefon: Adieu!

Israeals "Golden Boy" Nadav Guedj sorgte wiederum mit seinem Dance-Pop für Mitklatscher und kam weiter. Den starken Schlusspunkt setzte die Polin Monika Kuszyńska performte im Rollstuhl und machte ihr Handicap vom ersten Takt an vergessen: Charismatisch, stimmlich kompetent und umwerfend anzusehen. Bis Samstag!

Überblick: Wer ist drin? Wer ist raus?

Am Samstag dürfen wir uns auf Litauen, Polen, Slowenien, Schweden, Norwegen, Montenegro, Zypern, Aserbaidschan, Lettland und Israel freuen.

Irland, Portugal, San Marino, Tschechien, Island, Schweiz und Malta müssen die Koffer packen.

Die 27 Finalisten