In Döbling fällt die Trainerentscheidung
Zwei Spiele, vier Punkte. Die Bilanz von Interimstrainer Kurt Garger ist positiv, genauso wie nun endlich auch der Punktestand der Vienna in der Tabelle. Nach fünf Runden und dem 1:0-Sieg gegen Tabellenführer Liefering am Freitag haben es die Döblinger geschafft, das Minus (drei Punkte wegen Lizenzverstößen) in einen Pluspunkt umzuwandeln.
„Natürlich klingt das gut, darauf haben wir wochenlang gewartet“, sagt Sportdirektor Garger, der nach drei erfolglosen Runden auch die Aufgaben von Gerhard Fellner als Cheftrainer übernommen hat („Ich habe nicht das Gefühl gehabt, dass sich da auch mit mehr Zeit etwas entwickeln kann“) Ob er zumindest bis zum Winter weiterhin beide Positionen ausfüllen wird, soll sich am Wochenende entscheiden. „Wir haben in der Vergangenheit gesehen, dass es gerade in Transferzeiten schwierig sein kann, beides zu machen“, sagt Garger, der klare Vorstellungen hat von einem zukünftigen Cheftrainer:„Die Vienna ist kein Verein, wo sich ein Junger ausprobieren kann, es muss einer sein, der Routine hat. Mit dieser Mannschaft muss man jeden Tag arbeiten.“ Vor allem im physischen Bereich seien die Spieler noch nicht voll leistungsfähig.
Als möglicher Kandidat wird der ehemalige FC-Lustenau-Betreuer Eric Orie gehandelt. „Über ihn denke ich auf jeden Fall nach“, sagt Garger. Der 45-jährige Niederländer, der bis vor einem Jahr in Vaduz (zweite Schweizer Liga) tätig war, hatte bereits Interesse bekundet. Bis Montag soll klar sein, wer am Freitag in St. Pölten auf der Trainerbank sitzen wird.
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