Video: Stimmen zum Wiener Derby

Was sagen die Beteiligten zum 304. Wiener Derby?

Rapid kam klar schneller als die Austria aus den Startblöcken und vor allem mit dem Boden besser zurande. Die Veilchen kämpften in der Verteidigung mit den Angriffen Rapids und im Mittelfeld mit der eigenen Fehlpass-Quote. Grünwald, Stankovic, Leovac und Mader konnten keinerlei Druck aufbauen, Chancen fand man daher nicht vor, zumal Torjäger Hosiner überhaupt nicht in Position gebracht wurde.

Vorerst.

Premierentor

Burgstaller (5.) und Hofmann (12.) gaben die ersten Schüsse der Rapidler ab, die wie erwartet in der Formation vom 1:0 im Test gegen Budweis einliefen. Die verdiente Führung der bis dahin dominanten Hütteldorfer entsprang dennoch einem gravierenden Fehler eines Austrianers. In einem Luftduell mit Christopher Trimmel nach einem Eckball verschätzte sich Tormann Heinz Lindner kräftig. Er schlug sich nach einem Kopfball des Rapidlers am Ende den Ball ins eigene Tor (20.).

Es war nicht nur die erstmalige Führung unter Trainer Schöttel in einem Derby, sondern auch das erste Tor der Grünen gegen den Erzrivalen nach einem Jahr.

Rapid praktizierte weiter ein erfolgreiches Pressing und störte den Spielaufbau des Tabellenführers, der praktisch aus dem Nichts zum Ausgleich kam: Gerson wehrte eine Suttner-Flanke mit dem Kopf direkt auf Hosiner ab, der mit dem linken Fuß ins lange Eck traf (27.). Prädikat sehenswert.

Danach war Hektik Trumpf, die spielerische Linie wurde vernachlässigt. Boskovic sah bei seinem Comeback nach nur 28 Minuten nach einem Foul an Ortlechner seine zweite Gelbe Karte und durfte duschen gehen, die Emotionen gingen in dem temporeichen und hart geführten Derby hoch.

Die Rapidler haderten mit dem guten Schiedsrichter Grobelnik, der bei den letzten beiden 0:3-Heimpleiten gegen die Austria ebenfalls pfiff. Die numerische Überlegenheit der Austria war im Spiel jedenfalls kaum sichtbar.

Ein Fußballspieler in einem weißen Trikot mit lila Akzenten gestikuliert.

FUSSBALL TIPP3-BUNDESLIGA: SK RAPID WIEN - FK AUST
Zwei Fußballspieler kämpfen um den Ball, Schmutz spritzt auf.

FUSSBALL TIPP3-BUNDESLIGA: SK RAPID WIEN - FK AUST
Ein Fußballtorwart wehrt einen Ball ab, umgeben von anderen Spielern.

FUSSBALL TIPP3-BUNDESLIGA: SK RAPID - FK AUSTRIA W
Fans zeigen ein großes Banner mit dem Logo von Rapid Wien im Stadion.

FUSSBALL TIPP3-BUNDESLIGA: SK RAPID WIEN - FK AUST
Zwei Fußballspieler in grünen Trikots jubeln auf dem Spielfeld.

FUSSBALL TIPP3-BUNDESLIGA: SK RAPID WIEN - FK AUST
Ein Mann mit Brille und grauem Haar spricht.

FUSSBALL TIPP3-BUNDESLIGA: SK RAPID - FK AUSTRIA W
Ein Mann mit dunklen Haaren gestikuliert mit beiden Händen über seinem Kopf.

FUSSBALL TIPP3-BUNDESLIGA: SK RAPID WIEN - FK AUST
Ein Fußballspieler in Grün tritt gegen einen anderen Spieler in Weiß vor einer Zuschauermenge.

FUSSBALL TIPP3-BUNDESLIGA: SK RAPID - FK AUSTRIA W
Zwei Fußballspieler kämpfen um den Ball auf dem Spielfeld.

FUSSBALL TIPP3-BUNDESLIGA: SK RAPID WIEN - FK AUST
Ein Fußballspieler köpft den Ball vor dem Tor, während der Torwart zusieht.

Fussball, Rapid - Austria
Zwei Fußballspieler kämpfen um den Ball auf dem Spielfeld.

FUSSBALL TIPP3-BUNDESLIGA: SK RAPID - FK AUSTRIA W
Ein Mann mit Blumenstrauß winkt vor einer Zuschauermenge.

FUSSBALL TIPP3-BUNDESLIGA: SK RAPID - FK AUSTRIA W

Barazite-Assist

Nach erst 51 Minuten gab die Austria den ersten Torschuss ab, der nicht zu einem Treffer führte. Und zwar durch Heimkehrer Nacer Barazite, der zur Pause für den schwachen Leovac kam.

Wie schnell es im Fußball gehen kann, zeigte die 54. Minute. Eine schöne Flanke von Burgstaller köpfelte Trimmel in die Arme von Lindner. Im Gegenzug ließ Schimpelsberger Barazite zu viel Platz. Der Niederländer zirkelte den Ball auf Hosiner, der von Gerson allein gelassen wurde. Per Kopf unterstrich der Teamstürmer seine beeindruckende Effizienz – 1:2. Mit dem 23. Saisontor stellte Hosiner den Spielverlauf auf den Kopf.

Damit war klar: Rapid bleibt seit dem 14.März 2010 (2:0 im Hanappi-Stadion) ohne Derbysieg. Doch auch nach dem 1:2 blieb Rapid in Unterzahl die spielbestimmende Mannschaft in einem nach der Winterpause überraschend flotten und heftig umkämpften Derby. Debütant Sabitzer und Boyd sollten nach sieben sieglosen Derbys zumindest noch einen Punkt retten. Doch nur noch beim Personal wurde der Gleichstand hergestellt – der Austrianer Koch sah Gelb-Rot (90.)

SK Rapid Wien - FK Austria Wien 1:2 (1:1) Gerhard-Hanappi-Stadion, 17.000 Zuschauer (ausverkauft), SR Grobelnik

Torfolge: 1:0 (20.) Trimmel 1:1 (27.) Hosiner 1:2 (54.) Hosiner

Rapid: Königshofer - Schimpelsberger (64. Sabitzer), Sonnleitner, Gerson, Schrammel - Pichler, Boskovic - Trimmel, Hofmann (90. Wydra), Burgstaller - Alar (64. Boyd)

Austria: Lindner - F. Koch, Rogulj, Ortlechner, Suttner - Mader (77. Kienast), Holland, A. Grünwald (67. Dilaver) - Stankovic, Hosiner, Leovac (46. Barazite)

Gelb-Rote Karten: Boskovic (29./wiederholtes Foulspiel) bzw. F. Koch (92./Kritik und Foulspiel)

Gelbe Karten: Alar, Schimpelsberger bzw. Lindner

Die Besten: Trimmel bzw. Hosiner, Holland

Tabelle
1. Austria Wien 21 16 3 2 50:17 33 51
2. Red Bull Salzburg 20 12 5 3 47:20 27 41
3. Rapid Wien 21 12 2 7 33:18 15 38
4. SK Sturm Graz 21 10 6 5 33:25 8 36
5. SV Ried 20 9 2 9 38:31 7 29
6. SV Mattersburg 21 6 4 11 23:44 -21 22
7. WAC 19 5 6 8 27:32 -5 21
8. SC Wr. Neustadt 21 5 4 12 17:40 -23 19
9. FC Admira 21 4 5 12 32:44 -12 17
10. Wacker Innsbruck 21 5 1 15 16:45 -29 16
Ein Fußballspieler köpft den Ball vor dem Tor, während der Torwart zusieht.
Erst neun Minuten stand Rückkehrer Barazite auf dem Platz, da platzierte er schon eine Flanke perfekt auf den Kopf von Hosiner, der zum 2:1 für die Violetten einnickte.

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