Hofmann: "Wenn's nicht mehr geht, einfach weiterlaufen"
Der Zahn der Zeit scheint an Steffen Hofmann etwas langsamer als an anderen 35-jährigen Fußball-Profis zu nagen. Beim 2:1-Heimsieg über Villarreal zum Auftakt der Europa-League-Gruppenphase zeigte sich der Mittelfeldspieler phasenweise spielfreudig wie in besten Tagen und avancierte mit einem Tor und einem Assist zum Matchwinner für die Hütteldorfer.
Danach gab es Lob von Trainer und Mitspielern. "Er hilft der Mannschaft in unruhigen Phasen weiter und bringt Struktur ins Spiel. Er muss aber auch bei 100 Prozent sein, um so eine Leistung abzurufen", erklärte Coach Zoran Barisic.
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Derzeit passt die körperliche Verfassung des Regisseurs, wie auch Florian Kainz beeindruckt feststellte. "Steffen ist super drauf. Er ist wichtig für die ganze Mannschaft und Vorbild für uns alle."
"Bin unheimlich stolz auf die Mannschaft"
Den Sieg über Villarreal wertete der Deutsche als eines von vielen Europacup-Highlights im Dress der Hütteldorfer. Dennoch wies Hofmann auch darauf hin, dass auf eine internationale Sternstunde - das 3:0 gegen den damaligen deutschen Tabellenführer Hamburger SV vor sechs Jahren - ein Absturz folgte. "Da haben auch schon alle vom Aufstieg gesprochen." In den fünf Partien danach holte Rapid aber nur noch zwei Punkte und wurde Gruppenletzter.
Angesichts dieser Erfahrung warnte Hofmann vor verfrühter Euphorie. "Wir haben ein Spiel gewonnen, wir haben noch nichts erreicht." Die Stimmung nach der Niederlage in Altach ist dem 35-Jährigen noch allzu gut in Erinnerung. "Da waren wir die größten Idioten der Nation, und jetzt sind wir wieder super."
Mit dem Selbstvertrauen aus dem Sieg gegen Villarreal stehen die Chancen laut Hofmann gut, nach zuletzt zwei Liga-Niederlagen in Folge wieder zu gewinnen. "Vielleicht war das Ausscheiden gegen Schachtar Donezk ein kleiner Knackpunkt, aber mit dem Match gegen Villarreal haben wir wieder in die Spur zurückgefunden", sagte Hofmann vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Tabellenführer Admira.
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