Rangnick: Salzburg wird kein Farmteam
Red Bull-Sportdirektor Ralf Rangnick will nichts davon wissen, dass Salzburg bei einem Bundesliga-Aufstieg von Leipzig nur noch ein Zweit-Team sein wird. "Selbst wenn Leipzig irgendwann mal Erstligist ist, wird Salzburg nie ein reiner Ausbildungsverein für einen anderen Standort sein", sagte Rangnick in einem dpa-Interview vom Dienstag. Damit widerspricht der Deutsche allerdings seinem Boss Dietrich Mateschitz, der dies schon mehrmals verklausuliert angekündigt hatte.
Leipzig liegt in der 3. Liga zur Saisonhälfte auf dem zum Aufstieg berechtigten zweiten Tabellenrang. Mit den Deutschen will Red Bull möglichst bald in die oberste deutsche Liga aufzusteigen. Dass dann die besten Spieler aus Salzburg konzernintern wechseln werden, will Rangnick so nicht stehen lassen. "Wir versuchen, beide Vereine so aufzustellen, dass sie in ihren jeweiligen Ländern erfolgreich sind", hielt Salzburger und Leipziger Sportchef fest.
Mateschitz hatte hingegen in den letzten Jahren mehrmals erklärt, dass "mittelfristig die stärkste Mannschaft in Leipzig spielt. Unsere Fußball-Zukunft ist nicht mehr auf Österreich und Red Bull Salzburg fokussiert." In Österreich solle laut des Red-Bull-Bosses dann eine "nahezu U20-/U21-Mannschaft" in der Bundesliga mitspielen, "die aber sehr wohl um den österreichischen Meistertitel mitspielen soll".
Nicht interessiert soll der Salzburger Getränkekonzern laut Rangnick auch an einem Einstieg bei einem englischen Verein sein. "Wir konzentrieren uns voll und ganz auf unsere bestehenden Standorte. Alles andere ist reine Spekulation", sagte der Deutsche. Laut KURIER-Informationen wird die Suche nach einem weiteren Fußball-Standort nach der Schließung der Akademie in Ghana in der Konzernzentrale in Fuschl aber sehr wohl überlegt.
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