Vienna versöhnt sich mit Referee Eisner
Österreichs ältester Fußballverein taumelt dem Abstieg in die Drittklassigkeit entgegen. Die Vienna verlor im Nachzüglerduell in Hartberg mit 1:2 und liegt neun Runden vor Schluss schon neun Punkte hinter dem neuen Neunten Mattersburg.
Hartberg liegt weiter auf dem siebenten Tabellenplatz – zwölf Punkte vor der Vienna. Zum Matchwinner für die Steirer avancierte Innenverteidiger Dario Bodrusic, der beide Tore erzielte (28., 69.).
Zumindest eine Baustelle wurde zugeschüttet. Die Vienna versöhnte sich mit Rene Eisner. Dem Schiedsrichter wurden nach dem 1:1 gegen Liefering Betrugsvorwürfe gemacht. Eisner hatte in der Nachspielzeit – entgegen der Wahrnehmung seines Assistenten – einen (regulären) Treffer der Vienna wegen Abseits aberkannt.
Direkt nach dem Schlusspfiff folgte eine Entschuldigung des fehlerhaften Spielleiters, das Ergebnis wurde beglaubigt. Vienna-Präsident Herbert Dvoracek tobte allerdings. "Das kann kein Zufall sein. Wir bringen eine Klage gegen Schiedsrichter Eisner wegen Verdacht auf Manipulation ein", kündigte Dvoracek nach Rücksprache mit Sportjurist Rebernig an.
Tatsächlich wurde die Klage nie eingebracht, nun folgte bei einer Aussprache die Versöhnung. Trotzdem bleibt ein Schatten: In seinem Hauptberuf neben dem Schiedsrichtern verfolgte Eisner der Betrugsvorwurf.
Neben der Vienna ist auch Mattersburg ein Verlierer der Runde – trotz der ordentlichen Leistung beim 1:1 gegen Altach. Weil neben Hartberg auch Horn gewann, rutschte der Absteiger auf den Relegationsplatz ab.
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