Donezk warnt Rapid: "Das stärkste Team aller Zeiten"
Der ukrainische Fußball-Vizemeister Schachtar Donezk, auf den Rapid Wien im Play-off zur Champions League trifft, ist im wichtigsten UEFA-Clubbewerb bereits Stammgast. Dieses Jahr will man über sich hinauswachsen: "Wir haben das stärkste Team aller Zeiten", kündigte Sportdirektor Sergej Palkin nach der Auslosung am Freitag in Nyon an.
In der aktuellen Saison der ukrainischen Meisterschaft liegt Donezk nach drei Runden mit dem Maximum von neun Punkten an der Tabellenspitze. Dabei sind Langzeit-Trainer Mircea Lucescu, der seit 2004 auf der Kommandobrücke sitzt, in der Transferperiode drei brasilianische Stützen abhandengekommen. Neben Douglas Costa, der um 30 Millionen Euro zu Bayern München ging, verlor der Rumäne auch Stürmer Luiz Adriano und Mittelfeldspieler Fernando. Als Ersatz wurden überwiegend jüngere ukrainische Spieler geholt.
UEFA-Cup-Sieger 2009
Dennoch hängt Palkin die Latte für den UEFA-Cup-Sieger von 2009 hoch. "Wir sehen uns selbst als Team, das immer in der Gruppenphase spielen will. Aber als Klub muss das Ziel immer sein, etwas besser zu sein als im Vorjahr", betonte Palkin. "Wir haben heuer zwar einige Spieler verkauft, aber dennoch kann ich sagen, dass wir das stärkste Team aller Zeiten haben."
In der Vergangenheit erlebte Donezk bereits zwei Europacup-Duelle mit österreichischen Gegnern. 2007 setzte man sich in der Champions-League-Qualifikation gegen Red Bull Salzburg nach 0:1-Niederlage im Hinspiel im Heim-Rückspiel mit 3:1 durch. 2002 schlitterte man in der Hochzeit der Frank-Stronach-Ära in der ersten UEFA-Cup-Runde in ein 1:5-Debakel gegen die Wiener Austria. Im Rückspiel zu Hause gab es wenigstens ein 1:0.
Kein leichtes Los
"Österreichische Klubs sind bekannt für ihre Disziplin und Leidenschaft. Wir haben in der Vergangenheit einige Schwierigkeiten gegen österreichische Teams gehabt, und wir waren da nicht immer der Sieger. Daher ist Rapid sicher kein einfaches Los", meinte Mittelfeldspieler Taras Stepanenko.
Die Hütteldorfer sind in einem europäischen Bewerb noch nie auf Schachtar getroffen, hatten zuletzt zweimal in der Europa League mit Klubs aus der Ukraine zu tun. Die Bilanz: ein Sieg, ein Unentschieden und zwei Niederlagen. 2013 erreichten die Grün-Weißen zuerst im Ernst-Happel-Stadion ein 2:2-Remis gegen Dynamo Kiew, im Rückspiel setzte es eine 1:3-Niederlage. 2012 verlor man auswärts gegen Metalist Charkiw 0:2, gewann dafür vor eigenem Publikum 1:0.
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