Gladbach angelt in Salzburg

Ein Fußballspieler von Red Bull Salzburg schießt einen Ball.
Wie schon im Sommer ist beim deutschen Bundesligisten Martin Hinteregger ein Transferthema.

Jetzt also wieder: Laut der bei Transfers stets gut informierten Sportbild ist Martin Hinteregger bei Borussia Mönchengladbach "in den Fokus gerückt". Der Bundesliga-Vierte sucht einen neuen Innenverteidiger, weil Alvaro Dominguez und Tony Jantschke verletzt sind und die Rückkehr von Martin Stranzl nach seinem Augenbogenbruch ungewiss ist.

Neu ist das Interesse der Gladbacher, die als einziger deutscher Starter bereits aus dem Europacup ausgeschieden sind, freilich nicht. Schon im Sommer gab es eine offizielle Anfrage der Gladbacher für den Teamverteidiger, der im Herbst mehr mit Eskapaden als mit Leistung auffiel.

Doch zu Verhandlungen mit Red Bull kam es nicht. Österreichs Meister winkte ab. Die Borussia wollte den 23-Jährigen nur ausleihen, weil Trainer Lucien Favre das Risiko einer fixen Verpflichtung zu groß war. Der Schweizer hatte seine Zweifel daran, dass sich Hinteregger in der deutschen Topliga durchsetzen würde.

Neuer Trainer

Doch Favre ist längst nicht mehr Trainer in Mönchengladbach. Nach einem verkorksten Saisonstart mit fünf Liga-Niederlagen in Serie wurde er von Andre Schubert abgelöst, der den Klub vom Tabellenende wieder in die oberen Regionen führte.

Mehr als 30 Millionen Euro hat die Borussia in der Champions League verdient, obwohl es nur zum letzten Gruppenplatz gereicht hat. Einen ordentlichen Teil dieser Summe würde Hinteregger kosten, jedenfalls wohl mehr als die in Deutschland kolportierten acht Millionen Euro.

Dass er für einen Defensivspieler sehr teuer ist, daran ist der Kärntner selbst nicht unschuldig. Denn sowohl im März 2013 (um vier Jahre bis Sommer 2018) als auch im Dezember 2014 (um ein Jahr bis Sommer 2019) hat er je vorzeitig seinen Vertrag bei Red Bull verlängert.

Neuer Flügelspieler

Aber Gladbach sucht nicht nur nach Innenverteidigern, sondern auch nach Flügelspielern, weil mit Patrick Hermann und Andre Hahn auch zwei Spieler für diese Position langfristig ausfallen.

Im Gespräch ist der 20-jährige Marvin Stefaniak, der im Herbst 14 Tore bei Drittliga-Tabellenführer Dynamo Dresden vorbereitet hat. Im Gegensatz zu Hinteregger hat Stefaniak laut Sportbild eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag verankert. Um eine Million Euro soll er im Sommer 2016 den Verein verlassen dürfen.

Diese Klausel macht Stefaniak auch wesentlich billiger als etwa der Rapidler Florian Kainz wäre. Den einfachen Teamspieler hatten die Gladbacher mehrmals im Herbst beobachtet. Der Steirer steht bei den Wienern bis 2017 unter Vertrag.

Auf KURIER-Nachfrage erklärte Rapid am Weihnachtstag, dass für Kainz "nichts Konkretes" vorliege. Auch hätte man nicht vor, den besten Spieler der starken Herbstmeisterschaft in der Wintertransferzeit abzugeben.

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