Causa Baumgartner: "Jetzt liegt’s an der Austria"

Ein Fußballtrainer gestikuliert auf dem Spielfeld.
Der SKN St. Pölten verhandelt mit den Wienern über die Ablöse für den Trainer.

Spät, aber doch will die Austria ihren Chefcoach für die kommende Saison präsentieren. Der Trainerbank in Wien-Favoriten fehlt als einziger unter den zehn Bundesligisten ihre Besetzung. Nach der gescheiterten Rückholung von Manfred Schmid ist Gerald Baumgartner in der Favoritenrolle. Der Trainer des SKN St. Pölten hat den Zweitligisten über den Cup in den Europacup geführt – ebenso wie ein Jahr davor den Drittligisten Pasching.

In der obersten Spielklasse wäre es für den 49-jährigen Salzburger eine Premiere. Was dafür fehlt, ist eine Einigung zwischen der Austria und dem SKN. Baumgartners Vertrag läuft noch ein Jahr. Da der Ex-Bundesliga-Stürmer am Mittwoch in den Urlaub fliegt, will er am liebsten heute eine Entscheidung.

Lösung im Paket

Vor einem Monat waren von Grödig 100.000 Euro Ablöse verlangt worden. Die Forderung wurde erhöht – denn dem SKN bliebe selbst nur noch wenig Zeit, den geeigneten Nachfolger für das Saisonziel „Aufstieg 2015“ zu finden. „Markus Kreatschmer weiß Bescheid. Jetzt liegt’s an der Austria. Es sollte ein Paket geschnürt werden, das für alle Seiten passt“, sagt SKN-Boss Gottfried Tröstl.

Das Paket soll wie vom KURIER berichtet den Gegenwert von 200.000 Euro umfassen. Wobei der Austria entgegenkommt, dass der Kader für ein Jahr ohne Europacup ohnehin zu groß ist. Während die St. Pöltner nach der erstmaligen Europacup-Qualifikation und dem Abgang von neun Spielern dringend Verstärkungen suchen.

Zu Baumgartners möglichem Abgang meint Tröstl: „Einerseits ist es ein Beweis für unsere professionelle Arbeit und Personalauswahl. Andererseits würde es schmerzen, weil viel auf ihn ausgerichtet wurde.“

Als eine Alternative bei der Austria gilt Franco Foda.

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