Auch Salzburg wurde bestraft

Ein Fußballstadion voller Fans, die rote und weiße Fahnen schwenken.
Nach dem Skandal-Heimspiel gegen den FC Basel verhängte die UEFA eine Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro.

Nach dem Europa-League-Heimspiel gegen den FC Basel am 20. März kommt auch Salzburg nicht ganz ungeschoren davon. Österreichs Meister wurde von der UEFA zu einer Geldstrafe in der Höhe von 15.000 Euro verurteilt. Der Grund ist aber nicht ein Versagen des Ordnerdienstes oder der Plastikbecher, der von einer Tribüne Richtung eines Basler Spielers geworfen war, sondern ein ganz anderer: Salzburg wurde hauptsächlich dafür bestraft, weil auf der Südtribüne, auf der der Salzburger Fanblock untergebracht, die Stiegen und damit die Fluchtwege nicht frei waren. Auf diesen waren in der ausverkauften Red-Bull-Arena während des Achtelfinal-Rückspiels Zuschauer gestanden.

Viel schlimmer hat es hingegen die Schweizer erwischt. Der FC Basel muss nämlich sein nächstes Europapokalspiel ohne Zuschauer bestreiten. Das Geisterspiel gibt es bereits am Donnerstag im Viertelfinal-Hinspiel gegen den FC Valencia. Ein zweites Heimspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Der Schweizer Meister muss außerdem eine Strafe von 107.000 Euro zahlen.

Der Deutsche Schiedsrichter Manuel Gräfe hatte das Spiel in Salzburg in der ersten Hälfte unterbrochen und die Mannschaften für fast 13 Minuten in die Kabine geschickt. Zuvor hatten Fans des FC Basel Gegenstände in Richtung von Gräfes Assistenten geworfen und Feuerwerkskörper abgebrannt.

Die Schweizer siegten nach der Unterbrechung trotz 0:1-Rückstands und Unterzahl gegen eine lange überlegene Salzburger Mannschaft noch mit 2:1 und erreichten nach dem 0:0 im Hinspiel das Viertelfinale.

Beide Vereine verzichten übrigens auf einen möglichen Einspruch und nehmen die Strafen an.

Bilder: Die Partycrasher aus Basel

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