Aus der Redaktion

Porträt eines Mannes vor einem roten Hintergrund.
Wer sich gegen die Zeitung Österreich wehrt, muss viel Zeit vor Gericht verbringen.

Wer sich gegen die Zeitung Österreich wehrt, muss viel Zeit vor Gericht verbringen. Wolfgang Fellner dürfte trotz schrumpfender Verkaufsauflage und Gratisverteilung viel Geld für Klagen haben. Die er bisher großteils verloren hat.

Der KURIER darf etwa rechtskräftig behaupten, dass es zwischen der Berichterstattung in Österreich und Anzeigen der öffentlichen Hand einen Zusammenhang gegeben hat. Was ohnehin niemanden verwundert. Der KURIER hat ja aufgezeigt, wie sich die Politik am Boulevard mit viel Steuergeld Jubelberichte gekauft hat. Darauf wurde mit dem Medientransparenzgesetz reagiert, das Derartiges künftig verhindern soll.

Fellner hat eine Schmutzkübelkampagne gegen den KURIER und seinen Chefredakteur begonnen, weil er um dringend nötige Einnahmen fürchten musste. So wurde sogar ein offensichtlich verfälschtes eMail veröffentlicht und behauptet, „der KURIER-Chef hätte sich den ÖBB als Lobbyist angeboten“. Eine plumpe Lüge. Jetzt gibt es ein – noch nicht rechtskräftiges – Urteil, dass dies zu unterlassen ist. Weil Fellner sich nicht an eine einstweilige Verfügung hielt, muss er 35.000 Euro Geldstrafe zahlen. Wegen der unrichtigen Behauptung, der KURIER-Chef sei „Partner von Hochegger“ gewesen, wurde eine Gegendarstellung veröffentlicht. Er darf auch nicht schreiben, „der KURIER sei nicht journalistisch unabhängig“.

Die Lehre daraus: Es ist mühsam, sich gegen diese Fellner-Methoden zu wehren – aber es lohnt sich. Das sollten sich alle Unternehmen merken, die ja auch so einiges erlebt haben.

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