Macht Schulte den Koller?

Alexander Huber

Alexander Huber

Schulte hat es wie Koller verstanden, besonders unaufgeregt Gutes zu tun

von Mag. Alexander Huber

über Rapid-Sportdirektor Helmut Schulte

Ein sowohl sportlich als auch finanziell spannendes Angebot, die damit verbundene Rückkehr in die Heimat und der in diversen Boulevardmedien schon als fix verkündete Abschied.

Nein, die Rede ist nicht von Marcel Koller. Sondern von Rapid-Sportdirektor Helmut Schulte. Auch wenn die Parallelen verblüffen: So wie der Teamchef aus der Schweiz hatte auch der Deutsche einen unfreundlichen Empfang zu überstehen. Ohne Verhaberung und heimische Netzwerke ist es hier besonders schwierig, ja fast schon unerhört, zu reüssieren.

Schulte hat es wie Koller verstanden, besonders unaufgeregt Gutes zu tun. Jetzt scheint das Angebot von Düsseldorf aus anfangs erwähnten Gründen unschlagbar. Allerdings könnte Schulte unter dem kommenden Präsidenten Michael Krammer Sportvorstand der künftigen Rapid-AG werden, um zu ernten, was er jetzt sät. Auch Frau Schultes Begeisterung für die Kulturstadt Wien ist ein Argument. Und außerdem bezeichnet sich der 56-Jährige als „Fußball-Romantiker“, für den nicht nur Geld zählt.

Wird Schulte also den Koller machen und in Österreich bleiben?

Bei einem Nein würde es für Rapid schwer werden, wieder einen kompetenten Teamplayer zu finden, der dennoch leistbar und als Sportdirektor erfahren ist.

Bei einem Ja würde der österreichische Fußball aufgewertet werden. Zwei international gefragte Fachleute, die aus freien Stücken lieber in Wien bleiben – wann hat es das schon gegeben?

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