Tödlicher Wildwasser-Unfall auf der Salza
Ein tödlicher Unfall beim Wildwassersport hat sich Donnerstagnachmittag auf der Salza bei Palfau (Bezirk Liezen) ereignet. Eine tschechische Staatsbürgerin, die gemeinsam mit einer Kollegin in einem Zweimann-Boot fuhr und kenterte, unter Wasser geraten. Sie konnte nicht mehr gerettet werden.
Wie die zur Assistenz angeforderte Canyoning-Gruppe der Bergrettung Niederösterreich mitteilte, konnte sich die zweite Sportlerin an einem Baum festhalten und geborgen werden. Ihre Kollegin wurde mit dem umgeschlagenen Boot abgetrieben. Sie konnte von den Helfern nur noch tot geborgen werden.
Laut Feuerwehr Palfau handelte es sich bei dem Opfer um eine Gymnasiastin. Die Jugendliche nahm an einem Schulausflug mit insgesamt 40 Schülern teil, der am Unglückstag zu Ende gehen sollte. Unklar war zunächst, ob die Bootstour mit oder ohne Führer gemacht worden war.
"Fahrlässig"
„Es ist zum Teil schon fahrlässig, bei diesem hohen Wasserstand mit einem Zweier-Boot zu fahren“, erklärte Feuerwehreinsatzleiter Gerhard Ganser. Die Gefährlichkeit des Gewässers sei offensichtlich unterschätzt worden. Vermutlich hatte die Gruppe, die ihr Quartier auf einem Campingplatz aufgeschlagen hatte, die kleinen Schlauchboote selbst mitgebracht. „Mit diesen Booten, für die man - im Gegensatz zu größeren - weder Genehmigung zum Führen noch für den Verleih benötigt, gibt es leider immer wieder Probleme“, so Ganser.
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