Ausgerissener Wolf Fritzi soll von seiner Schwester Julia angelockt werden
Seit fast einem Monat ist Wolf Fritzi unterwegs und allen Fallen gekonnt ausgewichen. "Einmal waren wir knapp daran, ihn mit dem Narkosegewehr zu erwischen", schildert Bürgermeister Erwin Hinterdorfer, in dessen Gemeinde St. Margarethen bei Knittelfeld sich "Fritzi" herumtreibt.
Ende Juli ist der Grauwolf aus dem Tierpark "Wilder Berg" in Mautern entkommen, seither labt er sich an Hühnern eines großen Betriebs. Weil er in keine der fünf Kastenfallen tappte, überlegen der Bürgermeister und Experten des Zoos nun einen neuen Trick: Fritzis Schwester Julia könnte zu einer der Fallen gebracht werden, um ihren Bruder anzulocken.
Der zieht aber längst weitere Kreise – so wurde Fritzi auf einem Bauernhof in St. Lorenzen gesichtet. Weil er aber bisher stets vor Menschen flüchtete, gibt es keinen Grund für einen Abschussbefehl, betont Hinterdorfer. "Er war immer friedlich. Wir haben Filmaufnahmen, auf denen man sieht, wie er mit einer Katze spielt."
Allerdings drängt die Zeit: Nur 42 Tage gehört Fritzi auch nach seiner Flucht dem Tierpark, danach – ab Mitte September – gilt er als wild lebender Wolf.
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