Chronik/Niederösterreich

Stadt stellt auf E-Citybusse um und will kürzere Intervalle

Weniger Autoverkehr soll mehr Lebensqualität im Amstettner Stadtgebiet bringen. Dafür muss der öffentliche Nahverkehr eine noch wichtigere Rolle bekommen. Eine Million Euro pro Jahr will sich die Stadtverwaltung in Hinkunft den Betrieb der Citybusse und Anrufsammeltaxis kosten lassen und damit auch den Familien helfen, Geld zu sparen, dass sie sonst für Autofahrten und Zweitwagen benötigen würden.

Zusammen mit städtebaulichen Großprojekten, wie dem Umbau des Hauptplatzes samt Pflanzung eines regelrechten Stadtwaldes, gehört die Attraktivierung des städtischen Nahverkehrs zu den nächsten Großprojekten der Stadt. 250.000 Fahrgäste, und damit wieder deutlich mehr wie im Corona-Jahr davor, nutzten 2022 die Öffi-Angebote in Amstetten.

Ausschreibung

Mit der heuer fälligen Neuausschreibung der derzeit von der Post AG betriebenen Citybus-Linien solle gleich eine markante Angebotsverbesserung passieren, kündigt Verkehrsreferent und Vizebürgermeister Markus Brandstetter (ÖVP) an.

„Das Ziel ist eine höhere Taktfrequenz der Busse und die noch bessere Einbindung der höher gelegenen Wohngebiete, wie Krautberg, Silberweis oder Parksiedlung“, erklärt er. Schon jetzt legen die Citybusse 225.000 Kilometer pro Jahr zurück. „Wir werden wohl künftig fünf Busse auf den Linien im Einsatz haben, um das Angebot zu attraktivieren“, so Brandstetter weiter. Eingesetzt werden zudem nur mehr Elektrobusse.

Evaluierung

Das Projekt beinhalte viele Herausforderungen, wie die Verfügbarkeit neuer E-Busse oder welche Firmen Angebote legen werden, schildert Brandstetter. Nach einer intensiven Evaluierung des momentanen Betriebs – dafür wurden Busfahrer und Fahrgäste befragt und Streckenfrequenzen erhoben – gelte es nun mit den anderen Gemeinderatsfraktionen, das künftige Angebot klar zu formulieren und die Ausschreibung vorzubereiten.